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Gesundheitsreport Redaktion

Die Redaktion von Gesundheitsreport.com besteht aus verschiedenen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gesundheit, Medizin, Vorsorge, Wissenschaft und Pharma. Die Kombination aus fachspezifischen Ausbildungen, langjähriger Expertise und Erfahrungen sorgen für fakten- und studienbasierte Inhalte für unsere Lesenden.

Verschleiß der Gelenke (Arthrose) zählt zu den häufigsten Gelenkkrankheiten überhaupt. Allein in Deutschland leiden in etwa fünf Millionen Menschen an rheumatischen Beschwerden, die durch Arthrose hervorgerufen werden1www.arthrose.de. [Online] https://www.arthrose.de/arthrose/haeufigkeit#:~:text=In%20Deutschland%20leiden%20etwa%20f%C3%BCnf,Arthrose%20Schmerzen%20in%20ihren%20Gelenken (Abgerufen am 24. Mai 2022) . In vielen Fällen werden Symptome von Gelenkerkrankungen durch eine falsche Ernährung verstärkt. Wir zeigen Ihnen, wieso die richtige Ernährung bei Arthrose entscheidend ist.

Kurz und knapp – Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Oftmals werden Symptome einer Arthrose durch eine falsche Ernährung verstärkt

  • Eine ungesunde Ernährung fördert Übergewicht, was wiederum den Knorpeln und Gelenken schadet

  •  Studien legen nahe, dass bestimmte Superfoods Abhilfe bei Arthrose schaffen können

  • Hände, Knie und Hüften sind am häufigsten von Arthrose betroffen

Gelenke – Aufgaben und Funktionen

Mithilfe eines komplexen Bewegungsapparates konnte der Mensch den aufrechten Gang erlernen und essenzielle Werkzeuge entwickeln. Unsere Gelenke fungieren dabei „als die bewegliche Verbindung zwischen mindestens zwei Knochen“2www.stiftung-gesundheitswissen.de. [Online] https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/koerper-wissen/wie-funktioniert-ein-gelenk(Abgerufen am 24. Mai 2022) . In unserem Körper befinden sich ca. 140 „echte Gelenke“ (Gelenkspalt zwischen den beiden Knochen, von Knorpelmasse überzogen) und ca. 72 „unechte Gelenke“ (z.B. das Brustbein). Knorpel dienen zudem als Schmiermittel und natürliche Stoßdämpfer für unsere Gelenke.

Gelenkformen im Überblick

Unsere Gelenke werden in fünf verschiedenen Formen unterteilt. Sie unterscheiden sich in ihrer Struktur und der jeweiligen Bewegungsachse.

Das Eigelenk: Eigelenke (z. B.: das Handgelenk) verdanken ihren Namen ihrer eierartigen Anatomie. Sie bestehen aus einer konkaven und einer konvexen Fläche3www.flexikon.doccheck.de. [Online] [Zitat vom: 20. Mai 2022.] https://flexikon.doccheck.com/de/Eigelenk#:~:text=Das%20Eigelenk%20ist%20eine%20Formvariante,dabei%20gr%C3%B6%C3%9Fer%20als%20der%20Gelenkkopf(Abgerufen am 24. Mai 2022) . Dadurch können Eigelenke Beugungen und Streckungen und Seitwärtsbewegungen vollziehen.

Das Drehgelenk: Drehgelenke zeichnen sich durch einen zapfenförmigen Gelenkkopf und die rillenförmige Gelenkpfanne aus. Sie haben nur eine Bewegungsachse und können Drehbewegungen ausüben. Zu den Drehgelenken zählen u. a. das Kniegelenk und das Ellen-Speichen-Gelenk. Je nachdem, in welche Richtung sich das Gelenk drehen kann, unterscheidet man zwischen Rad- und Zapfengelenk.

Das Scharniergelenk: Scharniergelenke (z. B.: Ellenbogen und das obere Sprunggelenk) werden durch eine Gelenkpfanne und einen Gelenkkopf charakterisiert. Durch straffe Bänder wird verhindert, dass die Bänder zur Seite ausbrechen4www.gelenk-klinik.de. [Online]https://gelenk-klinik.de/orthopaedie-glossar/schaniergelenk.html#:~:text=Das%20Scharniergelenk%20(lat.,den%20Gelenkkopf%20des%20Gelenkpartners%20umschlie%C3%9Ft.(Abgerufen am 24. Mai 2022) . Sie verfügen über eine Bewegungsebene und sind in der Lage, Beugungen und Streckungen auszuführen.

Das Sattelgelenk: Sattelgelenke wie das Daumengelenk verfügen zwei Bewegungsachsen, sodass sie Bewegungen in vier Richtungen ausüben können.

Das Kugelgelenk: Kugelgelenke (z. B.: Schultergelenk) setzen sich aus einer Gelenkpfanne und aus einem kugelförmigen Gelenkkopf zusammen.

Volkskrankheit Arthrose

Arthrose: Unter dem Begriff „Arthrose“ versteht man eine Abnutzung/ Schädigung des Gelenkknorpels, wodurch der Knorpel in der Folge seine „Stoßdämpferfunktion“ verliert und der darunterliegende Knochen dadurch verstärkt belastet wird.

Arthrose und Arthritis stellen die häufigsten Gelenkerkrankungen in unserer Gesellschaft dar. Bereits im Jahr 2017 wurde ich Journal of Health Monitoring eine Studie veröffentlicht, aus welcher hervorgeht, dass in Deutschland bei „17,9 % der Erwachsenen ab 18 Jahren“ eine Arthrose im Zeitraum der vergangenen 12 Monate vorlag. Bei Frauen wurde eine Prävalenz von 21,8 % festgestellt5Fuchs, Judith, Kuhnert, Ronny und Scheidt-Nave, Christa. www.rki.de. [Online] 2017.https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_03_2017_Praevalenz_Arthrose.pdf?__blob=publicationFile#:~:text=In%20der%20Studie%20GEDA%202014,M%C3%A4nnern%20mit%2013%2C9%20%25.(Abgerufen am 22. Mai 2022) . Ältere Menschen leiden deutlich häufiger unter einer Arthrose als jüngere. So leiden hierzulande ab dem 60. Lebensjahr bereits die Hälfte aller Frauen und ca. 33 % aller Männer unter der Gelenkerkrankung6www.arthrose.de. [Online] https://www.arthrose.de/arthrose/haeufigkeit(Abgerufan am 22. Mai 2022) .

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Was unterscheidet eine Arthrose von einer Arthritis?

Arthritis: Bei einer Arthritis handelt es sich um eine Entzündung der Gelenke. Eine eingeschränkte Beweglichkeit, Schmerzen und Überwärmung gehören zu den typischen Symptomen dieser Gelenkerkrankung. Je nach Anzahl der entzündeten Gelenke unterscheidet man zwischen Monoarthritis (ein Gelenk ist betroffen), Oligoarthritis (wenige Gelenke sind betroffen) und Polyarthritis (viele Gelenke sind betroffen).

Ursachen für Arthrose

Bei der Suche nach den Gründen für eine Arthrose lassen sich gleich mehrere Ursachen anführen. Während genetische Veranlagung, Alter, und unfallbedingte Knorpelverletzungen zu den Ursachen zählen, auf welche wir selbst keinen Einfluss haben, gibt es eine Reihe von Faktoren, die wir sehr wohl beeinflussen können.

Ernährung bei Arthrose

Beeinflussbare Risikofaktoren

  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Ungesunde Ernährung
  • Risikosportarten mit hoher Verletzungsgefahr

Arthrose vermeiden

Viele Menschen beschäftigen sich zum ersten Mal mit dem Thema Arthrose, wenn Verletzungen oder Erkrankungen bereits existieren, jedoch liegt der beste Weg zur Vermeidung von Gelenkkrankheiten in der Prävention. Die digitale Revolution und der Wandel unserer Arbeitswelt sorgen dafür, dass unzählige Berufstätige ihren Arbeitsalltag im Sitzen verbringen und hierzu keinen ausreichenden Ausgleich schaffen.

Bewegung ist für unser Immunsystem und unseren Bewegungsapparat essenziell. Mit gelenkschonenden Sportarten können wir nicht nur einen Ausgleich zum stressigen Alltag schaffen, sondern unsere Gelenke gleichzeitig unterstützen. Hierfür bieten sich sowohl Ausdauersportarten als auch Muskeltraining an. Eine trainierte Muskulatur schützt nicht nur die Gelenke, sie stabilisiert ebenso den gesamten Bewegungsapparat.

Durch regelmäßige körperliche Aktivität fördern wir unser Herz- Kreislaufsystem und stärken zugleich unsere Gelenke, da Bewegung die Produktion von Gelenkflüssigkeit anregt und im Resultat schmerzlindernd wirken kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich bestimmte Sportarten hervorragend eignen, um überschüssige Pfunde zu bekämpfen. Je nach aktuellem Fitnesslevel und Krankheitsbild sollten Sie jedoch zunächst ein Gespräch mit Ihrem Arzt führen, um gemeinsam zu entscheiden, welche Sportart am besten für Sie geeignet ist.

Diese Ausdauersportarten sind gelenkschonend

Schwimmen: Schwimmen eignet sich hervorragend, um die Muskulatur und Ausdauer zu verbessern, ohne dabei Gelenke, Bänder und Sehnen zu belasten. Die beliebte Wassersportart fördert zudem das Herz- Kreislaufsystem und hilft beim Verbrennen überschüssiger Kalorien. Darüber hinaus regen wir durch Schwimmen unseren Stoffwechsel an.

Nordic Walking: Wer gerne in der Natur unterwegs ist, wird Nordic Walking lieben. Im Gegensatz zum Joggen werden die Gelenke bei dieser Trendsportart geschont, obgleich die überschüssigen Kilos trotzdem verbrannt werden können.

Radfahren: Radfahren stärkt die Muskulatur und fördert ebenfalls das Herz-Kreislauf-System. Gerade für die Kniegelenke ist Radfahren ideal, da der Sattel einen großen Teil des Körpergewichts auffängt und somit die Belastung auf die Gelenken reduziert.

Achtung am Arbeitsplatz

Regelmäßige Sporteinheiten helfen Ihnen nur bedingt, wenn die Randbedingungen auf der Arbeit nicht stimmen. Seit einigen Jahrzehnten beschäftigt sich der wachsende Zweig der Ergonomie mit den Relationen zwischen dem Menschen, der Arbeit und der Technik. Viele Arbeitgeber haben die Problematik ebenfalls erkannt, der Ausbau ergonomischer Arbeitsplätze schützt arbeitende Personen vor körperlichen Schäden. Achten Sie selbst auf ergonomische Büromöbel, um Haltungsschäden und Gelenkerkrankungen frühzeitig entgegenzuwirken.

Die richtige Ernährung bei Arthrose

Neben Übergewicht und Bewegungsmangel stellt eine ungesunde Ernährung den größten Risikofaktor in Bezug auf Arthrose dar. Darüber hinaus können die Symptome von Gelenkerkrankungen durch bestimmte Lebensmittel weiter verstärkt werden. Studien legen nahe, dass eine hohe Aufnahme von Zucker dem Gelenkknorpel schadet7www.aerzteblatt.de. aerzteblatt. [Online] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/74221/Arthrose-Ungesunde-Ernaehrung-kann-den-Gelenkknorpel-schaedigen(Abgerufen am 24. Mai 2022) . Zudem fördert ein hoher Zuckerkonsum Übergewicht, welches wiederum die Gelenke und Knochen in Mitleidenschaft ziehen kann. Aufgrund ihres hohen Harnsäurespiegels stehen Tomaten im Verdacht Gicht-Anfälle auszulösen. Lediglich rotes Fleisch, Meeresfrüchte und Alkohol rangieren in dieser Statistik vor dem Nachtschattengewächs8Melville, Larissa. www.netdoktor.de. Netdoktor. [Online] 27. August 2015. https://www.netdoktor.de/news/tomaten-befeuern-gicht/(Abgerufen am 24. Mai 2022) . Die Auffassung, dass rotes Fleisch für Schmerzschübe verantwortlich ist, ist weit verbreitet. So sind in Schweinefleisch Purine und Arachidonsäure enthalten, welche einen schlechten Einfluss auf die Gelenke haben können.

Diese Lebensmittel eignen sich bei Arthrose

  • Walnüsse
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Fettarmer Joghurt
  • Mineralwasser
  • Ungesättigte Fette
  • Mineralien und Spurenelemente: Eisen, Jod, Zink
  • Hering, Forelle
  • Knoblauch und Zwiebeln

Quellen & Verweise[+]

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