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Julian Deutsch

Julian Deutsch

Julian schreibt seit Jahren über Gesundheitsthemen und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit neuen Forschungsergebnissen. Als Autor bei Gesundheitsreport möchte er seinen Lesern einen umfangreichen und informativen Einblick zu ausgewählten Themen geben und zugleich auf aktuelle Trends aufmerksam machen.

Eine Influenza kann bei Betroffenen hohes Fieber, Husten und schwere Kopfschmerzen verursachen. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Erkältung betrifft eine echte Grippe demnach nicht nur die Atemwege, sondern den gesamten Körper. Wir zeigen Ihnen, wie Sie gut durch die nächste Grippewelle kommen.

Kurz und knapp – Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Grippe ist ansteckend
  • Bei einer Grippe (Influenza) handelt es sich um eine Infektionskrankheit
  • Influenzaviren verändern sich ständig
  • Mehrfachansteckungen sind möglich
  • Es gibt Impfungen gegen Influenzaviren

Grippe – Was ist das überhaupt?

Bei einer Grippe (Influenza) handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird. Sie ist eine akute Krankheit der Atemwege, die mitunter lebensbedrohlich verlaufen kann. Hierzulande kommt es vor allem in den Wintermonaten zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung. Influenzaviren verändern sich und treten in verschiedenen Formen auf. Aus diesem Grund sind Mehrfachansteckungen möglich.

Ursachen

Influenzaviren nutzen verschiedene Übertragungswege, um auf den Menschen überzuspringen. Bei einer Mensch zu Mensch-Übertragung gelangen die Viren durch Husten oder Niesen in die Luft und werden von anderen Menschen eingeatmet. Häufig werden die Erreger zudem über die Hände weitergereicht. Wer nach dem Händeschütteln mit einer infizierten Person in Berührung mit Mund, Nase oder Augen kommt, riskiert, dass die Grippeviren in die Schleimhäute eindringen. Ähnliches gilt für den Kontakt mit verunreinigten Gegenständen. Treppengeländer und Türklinken stellen ein beliebtes Sammelbecken für die kleinen Erreger dar. Generell werden Influenzaviren sehr leicht in geschlossenen Räumen übertragen.

Symptome

Eine Grippe kann mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen. Nach einer Inkubationszeit zwischen 1 bis 3 Tagen klagen viele Menschen über die folgenden Symptome:

  • Husten
  • Hohes Fieber
  • Schnupfen
  • Schlappheit
  • Appetitlosigkeit
  • Halsschmerzen
  • Durchfall
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Atembeschwerden

Im Gegensatz zu einem „grippalen Infekt“ verursacht eine echte Influenza Symptome im ganzen Körper. Sie tritt in der Regel plötzlich auf und geht mit starken Symptomen einher.

Diagnose

Während der Grippesaison kann ein Arzt eine Influenza anhand der typischen Symptome einordnen und eine entsprechende Therapie einleiten. Der Deutsche Bundesverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte erklärt weitergehend: „Für eine sichere Diagnose wären Laboruntersuchungen notwendig. Die Erreger können im Nasen- oder Rachenabstrich des Patienten nachgewiesen werden. Mit Hilfe einer Blutuntersuchung ist auch ein Test auf bestimmte Antikörper gegen das Influenza-Virus möglich. Doch häufig sind diese erst bis zu 14 Tage nach der Ansteckung verlässlich nachweisbar. Für den Patienten selbst haben diese zum Teil aufwändigen Methoden meist nur wenig praktischen Nutzen, er sollte sofort bei Grippe-Verdacht behandelt werden1www.hno-aerzte-netz.de. [Online] https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/influenza/untersuchung-und-diagnose.html(Abgerufen am 13. Juni 2022) .“

Prävention

Impfungen bieten den besten Schutz gegen eine mögliche Grippeerkrankung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenza-Impfung für die folgenden Gruppen:

  • „für alle Personen ab 60 Jahre
  • für alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon
  • für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV) für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen sowie für
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen (siehe oben) gefährden können.

Geimpft werden sollten im Rahmen eines erhöhten beruflichen Risikos außerdem

  • Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches Personal),
  • Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr,
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können2www.edoc.rki.de. [Online] 26. August 2022. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/8683/EB-34-2021-Edoc-Server.pdf?sequence=1&isAllowed=y(Abgerufen am 13. Juni 2022) .“

Hygiene

Eine gründliche Hygiene zählt zu den wichtigsten beeinflussbaren Faktoren, um eine Influenzaansteckung zu vermeiden. Waschen Sie sich hierzu regelmäßig die Hände und benutzen Sie nach dem Händewaschen Desinfektionsmittel. Im Zweifelsfall können Handschuhe eine Übertragung verhindern. Desinfizieren Sie darüber hinaus Oberflächen und Gegenstände mit denen Erkrankte in Berührung gekommen sind. Türgriffe und Lichtschalter zählen zu den typischen Gefahrenquellen.

Grippe – Ursachen, Symptome und Behandlung
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Gründliches Händewaschen kann Infektionen verhindern
  1. Halten Sie Ihre Hände zunächst unter fließendes Wasser und wählen Sie eine angenehme Temperatur aus
  2. Seifen Sie Ihren Handrücken und Ihre Handinnenflächen gründlich ein. Gleiches gilt für die Fingerspitzen und die Fingerzwischenräume
  3. Reiben Sie die Seife für ca. 30 Sekunden ein
  4. Spülen Sie Ihre Hände unter fließendem Wasser ab und vermeiden Sie auf öffentlichen Toiletten den direkten Kontakt mit den Wasserhahngriffen
  5. Trocknen Sie Ihre Hände sorgfältig ab

Kontakt mit Mund, Nasen, Augen vermeiden

Versuchen Sie mit Ihren Händen so wenig wie möglich in Kontakt mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen zu kommen.

Händeschütteln birgt Gefahren

Die Coronavirus-Pandemie hat in vielen Bereichen zu einem Umdenken geführt. In der Folge verzichten heute viele Menschen auf das Händeschütteln. Dieses Verhalten ist auch im Hinblick auf die Ausbreitung von Grippeviren sinnvoll.

Vorsicht bei Kontakt mit Infizierten

Vermeiden Sie nach Möglichkeit engen Kontakt mit Grippeinfizierten.

Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte

Eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung ist bei der Prävention von schweren Krankheitsverläufen enorm wichtig. Darüber hinaus können wir mit einer gesunden Ernährung die Produktion weißer Blutkörperchen anregen und somit unsere Abwehrkräfte aktiv unterstützen.

Bewegung

Neben einer gesunden Ernährung reguliert körperliche Aktivität das Immunsystem. Ein weiterer Bonus: Wer regelmäßig Sport treibt, kämpft gegen überschüssige Pfunde an. Jedoch sollte man es nach einer längeren Auszeit nicht gleich überstürzen und bei bestimmten Vorerkrankungen zunächst ein Gespräch mit dem Arzt führen.

Stress vermeiden

Oxidativer Stress spielt Grippeerregern in die Karten, da Stress langfristig dem Immunsystem schadet. Wer im Berufsalltag unter Dauerstrom steht, kann dem durch Meditation, Sport oder autogenem Training entgegenwirken.

Behandlung

Nachdem der Arzt eine Influenza diagnostiziert hat, kann er verschiedene antivirale Medikamente verschreiben. Hierbei kommen in Deutschland Oseltamivir und Zanamivir zum Einsatz3www.stiftung-gesundheitswissen.de. [Online] https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/grippe/behandlung (Abgerufen am 13. Juni 2022) .

Generell raten Experten im Zuge einer Grippe zu Bettruhe und körperlicher Schonung. Weitere Maßnahmen richten sich nach den jeweiligen Symptomen. In jedem Fall sollten Betroffene auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Quellen & Verweise[+]

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