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Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann Steinort

Jennifer Ann Steinort ist Diplom Gesundheitsökonomin (FH) und Medizinjournalistin. Mit ihrer Spezialisierung schreibt sie mittlerweile seit über zehn Jahren Artikel für Gesundheits­plattformen, Nahrungs­ergänzungs­mittel­hersteller und Gesund­heits­dienst­leister.
Dabei gibt Jennifer Ann Steinort Lesenden gerne Tipps für ihren Alltag und zeigt, wie faszinierend der menschliche Körper ist.

Das Gehirn ist das wohl spannendste Organ im menschlichen Körper. Es übernimmt nicht nur die Steuerung lebensnotwendiger Funktionen, sondern lässt uns auch die Umwelt erleben und Gefühle wahrnehmen. Mit dem Alter nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit ab und damit auch die des Gehirns. Allerdings können Sie mit einfachen Tricks die Gesundheit Ihres Gehirns fördern und so kognitiven Einschränkungen entgegenwirken.

Wie ist ein gesundes Gehirn aufgebaut?

Das Innere des Gehirns erinnert mit seiner Konsistenz an Pudding. Doch die Masse besitzt beeindruckende Fähigkeiten. Da ist zunächst das Großhirn, das für die Verarbeitung von Sinnesreizen verantwortlich ist. Berührt eine Frau ihren Partner beispielsweise zärtlich am Oberarm, nimmt das Gehirn des Mannes das als Streicheleinheit wahr und leitet eine emotionale Reaktion wie ein Lächeln ein. Außerdem sorgt das Großhirn für die reibungslose Funktion des Gedächtnisses und ist an der Entstehung von Gefühlen beteiligt. Neben dem Großhirn gibt es noch das Kleinhirn, das vor allem für das Gleichgewicht, die Koordination und die Bewegungen zuständig ist.1Wie funktioniert das Gehirn? – https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-das-gehirn.html – Abgerufen am 14.06.2022. Zu den wichtigen Bereichen des Gehirns zählen auch der Hirnstamm, der Vitalzeichen wie die Atmung regelt und das Zwischenhirn, das unter anderem für das Temperaturempfinden zuständig ist.

Gut zu wissen!

Das Großhirn setzt sich aus der linken und der rechten Hirnhälfte zusammen. Während die linke Hirnhälfte die rechte Körperseite steuert, ist die rechte Hirnhälfte für die linke Körperseite zuständig.

Das Gehirn lernt ein Leben lang

Besonders interessant ist, dass das Gehirn ein Leben lang lernt. Der entscheidende Lernprozess findet dabei an den Synapsen statt. Hier überträgt die eine Nervenzelle die elektrischen Signale an die nächste. Die Synapsen sind laut Untersuchungen tatsächlich in der Lage, die Effektivität der Übertragung ein Stück weit zu verändern. Neurowissenschaftler bringen dabei den Begriff „Plastizität“ ins Spiel. Dabei handelt es sich um eine Eigenschaft der Synapsen, mit der sie Gehirnareale oder Nervenzellen verändern. Das kann zum Beispiel notwendig sein, wenn das Gehirngewebe verletzt wurde, zum Beispiel bei einem Schlaganfall. Plastizität ist aber auch überall dort wichtig, wo Menschen sich an veränderte Umgebungsbedingungen anpassen müssen. Diese Plastizität ist somit die Basis für alle Lernprozesse2Das Gehirn – https://www.mpg.de/gehirn – Abgerufen am 14.06.2022.

Das Gehirn kommt bei der Prävention oft zu kurz

Das gesunde Gehirn

Das Gehirn ist das komplexeste Organ im Körper und gleicht einem Supercomputer. Es nimmt Sinneseindrücke auf, verarbeitet sie und entwickelt daraus Botschaften, die es in die entlegensten Orte im Körper sendet. Denken und Fühlen – das wäre ohne das etwa 1,5 kg schwere Organ nicht möglich.3Wie funktioniert das Gehirn? – https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-das-gehirn.html – Abgerufen am 14.06.2022. Doch obwohl, das Gehirn eine so überaus wichtige Rolle einnimmt, steht es, anders wie das Herz oder die Lunge, nur selten im Mittelpunkt, wenn es um vorbeugende Maßnahmen für die Gesundheit geht. Häufig erhält das Gehirn erst dann die nötige Aufmerksamkeit, wenn Gedächtnisprobleme oder Anzeichen für psychische Erkrankungen bestehen. Dabei können selbst kleinste Veränderungen im Alltag auch dem Gehirn zugutekommen.

5 Tipps für die Gehirngesundheit

Dadurch, dass das Organ ein Leben lang lernt und auf viele Einflüsse positiv reagiert, gibt es viele Möglichkeiten, um das Organ zu unterstützen.

1.Tipp: Regelmäßige Bewegung für eine gute Durchblutung

Studien zeigen, dass körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf die kognitiven Leistungen, also die Fähigkeiten, Signale aus der Umwelt aufzunehmen und weiter zu verarbeiten, ausübt.4Einfluss körperliche Aktivität auf die Kognition. Ist

körperliche Aktivität Demenz-präventiv? – https://www.thieme.de/statics/bilder/thieme/final/de/bilder/tw_neurologie/koerperliche_aktivitaet.pdf – Abgerufen am 14.06.2022
. Bewegung ist nämlich dazu imstande, die Durchblutung im Gehirn und die Sauerstoffversorgung zu verbessern.

2. Tipp: Gesunde Ernährung für eine ausreichende Nährstoffversorgung

Das Gehirn benötigt viele Nährstoffe, um leistungsfähig und gesund zu bleiben. Zur Versorgung bietet sich vor allem die sogenannte Mittelmeerdiät an. Dabei greifen Sie zu einer abwechslungsreichen Kost, die auf viel Fisch, Gemüse und Obst setzt. Außerdem haben pflanzliche Öle einen festen Platz in der Mittelmeerdiät. Ein überschaubarer Verzehr von Fleisch ist ebenso vorgesehen wie Vollkornprodukte. Als besonders gutes „Brainfood“ gelten übrigens Nüsse, weil sie hochwertige Fette enthalten. Apropos Fette: Ihr Gehirn hat einen hohen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren, sie dienen dort als wichtige Bausteine. Omega-3-Fettsäuren stecken in Fisch oder hochwertigen Pflanzenölen.

3. Tipp: Stress reduzieren, um Gedächtnisstörungen entgegenzuwirken

Cortisol ist ein körpereigenes Hormon, das bei Stress freigesetzt wird. Untersuchungen zeigen, dass ein hoher Cortisolspiegel eine verminderte Gehirnleistung begünstigt und sogar das Großhirn schrumpfen lassen kann.5Viel Stress lässt womöglich Hirn schrumpfen – https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Viel-Stress-laesst-womoeglich-Hirn-schrumpfen-227364.html – Abgerufen am 14.06.2022. Wer sich gestresst fühlt, deckt deshalb am besten Stressfaktoren auf und findet Wege, um sie abzubauen.

4. Tipp: das Gehirn regelmäßig herausfordern

Das Gehirn ist in jedem Alter bereit, zu lernen. Gelegenheiten im Alltag gibt es dazu genug. Wie wäre es mit dem Erlernen eines Musikinstrumentes oder einer Fremdsprache? Auch Tanzen fordert das Gehirn, weil Sie dabei viele Sinneseindrücke verarbeiten und verschiedene Tanzschritte abrufen müssen. Positive Nebeneffekte: Musizieren oder Tanzen baut Stress ab und fördert die Bewegung – beides kommt dem Gehirn zugute.

5. Tipp: Soziale Kontakte aufbauen und erhalten

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er braucht den Austausch mit anderen Personen, um sein Wohlbefinden zu steigern. Auch das Gehirn profitiert von einem gesunden Sozialleben, denn bei der Kommunikation werden verschiedene Gehirnareale stimuliert. Zuhören, Informationen verarbeiten und entsprechend reagieren – all das fordert das Gehirn heraus. Außerdem tragen soziale Kontakte dazu bei, Stress zu reduzieren. Auch wenn der Austausch am besten gelingt, wenn Sie Mitmenschen direkt gegenüberstehen, sind auch Telefonate oder das Plaudern mithilfe sozialer Netzwerke sinnvoll.

Quellen & Verweise[+]

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