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Marvin Gerste

Marvin Gerste

Marvin begeistert sich seit vielen Jahren für alles rund um die Gesunderhaltung. Er hat sich dabei auf gesunde Ernährung, Prävention sowie Wasserfiltersysteme spezialisiert.

Passend dazu betreibt er seit 2013 einen YouTube-Kanal sowie persönlichen Blog rund um die Themen Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden.

Etwa 28 Millionen Menschen in Deutschland tragen dauerhaft eine Brille oder Kontaktlinsen1Quelle: Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen in Deutschland – https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171243/umfrage/tragen-einer-brille-oder-von-kontaktlinsen/ – Abgerufen am 30.11.2022. Sehschwächen sind demnach weit verbreitet und nicht immer muss eine Erkrankung die Ursache dafür sein. Ebenso kann es zu einer Alterssichtigkeit kommen, welche das Sehvermögen einschränkt. In diesem Ratgeber geht es um deren Ursachen, Symptome und wie Betroffenen geholfen werden kann.

Die Ursachen für Alterssichtigkeit

Mit den Jahren schreitet der Alterungsprozess im Körper voran. Vielerorts lässt die Beweglichkeit nach, das Muskelwachstum verlangsamt sich und die jugendliche Kraft zeigt ihre Schwächen. Auch das Sehvermögen beginnt mit dem Abbau. Die sogenannte Alterssichtigkeit (Presbyopie) setzt irgendwann ab Mitte 40 ein. Es gibt hierfür also nur eine Ursache: Das zunehmende Alter!

Unsere Augen sind mit dem Objektiv einer Kamera vergleichbar. Eine Fähigkeit besteht darin, die verschiedenen Entfernungen zu erkennen. Um dann per Autofokus die korrekte Tiefenschärfe einzustellen. Die Augenlinse verändert dazu ihre Form, um die Brechkraft anzupassen. Auf die Ferne flacht sich die Linse ab, bei näheren Objekten wölbt sie sich stärker. Diesen Vorgang bezeichnet die Medizin als Akkommodation2Quelle: Was ist eine Akkommodation? – https://augenpraxisklinik.com/glossar/akkommodation/ – Abgerufen am 30.11.2022.

Die genaue Ursache für Alterssichtigkeit besteht darin, dass die Linse im Auge ihre Flexibilität einbüßt (zumindest teilweise). Sie ist nun starrer und die umgebenden Muskeln werden schwächer. Den größeren Nachteil erleidet hierbei die Sehfähigkeit auf kurze Entfernung.

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Im Umkehrschluss kann auch von einer Altersweitsichtigkeit gesprochen werden. Das Scharfsehen auf größere Distanzen bleibt meist unversehrt.

Mögliche Risikofaktoren für eine Alterssichtigkeit

  • Bestimmte Erkrankungen können das Stadium der Alterssichtigkeit früher einleiten. Diese Begleiterscheinung ist bei Diabetes, Multipler Sklerose sowie einigen Herz-Kreislauf-Beschwerden bekannt.
  • Ansonsten schwankt der Beginn einer Presbyopie von Mensch zu Mensch hinsichtlich des Alters. Manche bemerken die Symptome bereits Anfang 40, andere nicht vor ihrem 50. Geburtstag. Der Wissenschaft fehlt dazu bis heute eine stichhaltige Erklärung für die Unterschiede.

Übrigens: Subjektiv scheint es so, dass Frauen früher eine Alterssichtigkeit entwickeln als Männer. Statistisch ist dies nicht belegbar. Scheinbar bemühen sich die Damen einfach früher um eine Sehhilfe.

Alterssichtigkeit und seine Symptome

Wann genau der Prozess einsetzt, ist also nicht vorhersehbar. Typischerweise werden die Probleme beim Lesen von Büchern oder der Tageszeitung zuerst bemerkt. Schrittweise steigt das Bedürfnis nach größeren Buchstaben. Das Schriftstück wird immer weiter weggehalten, um es doch noch irgendwie entziffern zu können. Die Symptome verstärken sich zudem bei Müdigkeit oder wenn das Licht nicht mehr ausreicht.

Zurück zum Beispiel vom Kameraobjektiv. Dieses besitzt eine sogenannte Naheinstellgrenze. Also die minimale Distanz, welche notwendig ist, um den Gegenstand scharf abbilden zu können. Das menschliche Auge verhält sich identisch. Mit dem Unterschied, dass sich seine Naheinstellgrenze mit der Zeit immer weiter vergrößert.

Was bei jungen Erwachsenen etwa 35 Zentimeter sind, beginnt sich wenige Jahre später zu erhöhen. Eine Lesebrille oder Kontaktlinsen müssen her, um diesen Nachteil auszugleichen. Die mehr oder weniger gute Nachricht ist: Die Alterssichtigkeit hört zwischen 65 und 70 Jahren auf voran zu schreiten.

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Nur allein durch Alterssichtigkeit wird kein Mensch blind. Der Bereich des scharfen Sehens verschiebt sich lediglich in die Ferne.

Diagnose & Behandlung von Alterssichtigkeit

Um etwaige Augenerkrankungen auszuschließen, sollte ein Augenarzt oder ein geschulter Optiker die Diagnose durchführen. Unter Zuhilfenahme eines Autorefraktometers kann die Brechkraft des Auges gemessen werden. In Kombination mit einem Sehtest erfolgt dann die konkrete Auswertung. So lässt sich herausfinden, wie gut es um die Nah- und Fernkorrektur des Auges steht.

Mögliche Therapien bei Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit - Ursachen, Symptome und Behandlung

Diesem Teil des Alterungsprozesses kann man nur bedingt vorbeugen. Aufzuhalten ist er jedoch nicht. Im Netz kursieren verschiedene Sehübungen, bspw. um die Augenmuskeln zu trainieren. Ihre Wirkung ist mitunter umstritten. Solange jedoch keine Gefahr für das Auge besteht, ist es einen Versuch wert.

Gänzlich aufhalten lässt sich der Vorgang der Alterssichtigkeit damit allerdings nicht. Früher oder später führt kein Weg an einer Sehhilfe vorbei. Wer der Optik halber keine Brille tragen möchte, der kann es mit Kontaktlinsen versuchen. Diese benötigen allerdings etwas Übung und es besteht immer die Chance, dass sich das Auge entzündet.

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Der bereits erwähnte Sehtest bildet die Grundlage zur Berechnung der Sehstärke. Mit dem Ergebnis lassen sich die Brillengläser beim Optiker anpassen, um die Sehminderung bestmöglich auszugleichen.

Ob das Lasern der Augen gegen Alterssichtigkeit helfen kann, da gehen die Versprechen auseinander. Manche Ärzte sehen dabei keine Chance, andere rechnen durch spezielle Laser-Verfahren mit einer gewissen Erfolgsquote. Hier kann nur ein medizinisches Fachgespräch weiterhelfen. Die Kosten für eine solche Behandlung tragen die Patienten aber in der Regel selbst.

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Zunehmende Alterssichtigkeit ist ein natürlicher Prozess. Es hilft, wenn dieser Vorgang als gegeben akzeptiert wird, um die Psyche nicht weiter zu belasten.

Lesebrille oder Gleitsichtbrille?

Um der Alterssichtigkeit mit einer Brille entgegenzuwirken, gibt es zwei Lösungen. Die Lesebrille erfüllt ihren namhaften Zweck. Sie reduziert die Naheinstellgrenze des Auges, sodass auch auf kurze Entfernung problemlos vieles erkannt wird. Damit ist die Lesebrille für einen bestimmten Zweck konzipiert.

Die Gläser einer Gleitsichtbrille hingegen bestehen aus mehreren Zonen. Sie ist sowohl für die Nahsicht, normale Distanzen als auch für die Fernsicht gedacht. Letztere sitzt etwa im oberen Drittel der Gläser. Es braucht also etwas Übung, um mit der Gleitsichtbrille stets den perfekten Fokus zu finden. Wenn dies einmal gelingt, merkt man dem Träger die Alterssichtigkeit nicht an.

Aus Sicht der Anschaffungskosten gewinnt die Lesebrille immer. Das Verfahren für eine hochwertige Gleitsichtbrille ist deutlich aufwendiger. Und auch ihre Einsatzmöglichkeiten decken nicht alle Bedürfnisse ab. So eignet sich die Gleitsicht nicht zum Erkennen von scharfen Linien. Für die Aufgaben an einem PC ist eine sogenannte Arbeitsplatzbrille zu empfehlen. Wer also auf alles optimal vorbereitet sein möchte, der wird nicht um den Kauf verschiedener Brillen herumkommen.

Quellen & Verweise[+]

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