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Vahidin Cerim

Vahidin Cerim

Schreibt seit Jahren leidenschaftlich zu Gesundheits- und Wohlfühlthemen, sowohl on- als auch offline. Hilft mit konkreten Tipps anderen dabei, ein gesünderes Leben zu führen und schlechte Gewohnheiten loszuwerden. Obwohl er auch selbst kaffeesüchtig ist.

Die Bronchitis wird umgangssprachlich oft einfach nur als Husten bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine der häufigsten Atemwegsinfektionen. Der Betroffene hustet, hat Halsschmerzen und nicht selten kommt auch eine Heiserkeit dazu. Die Krankheit kann deshalb sehr unangenehm sein, obwohl in den meisten Fällen ihre akute Form ohne Komplikationen verläuft.

Fast jede Person hatte wahrscheinlich schon einmal Bronchitis gehabt. Die Erkrankung kommt im Winter doppelt so oft wie in den Sommermonaten vor. Dabei haben Kinder sie deutlich häufiger als die Erwachsenen. Doch was wird genau unter der Bronchitis verstanden? Was sind die Ursachen für die Erkrankung und welche Symptome deuten darauf hin? Wie lässt sich diese Atemwegsinfektion behandeln? Die Antworten auf die häufigsten Fragen folgen im Anschluss.

Was wird unter einer Bronchitis verstanden?

Bei der Erkrankung handelt es sich um eine entzündliche Schleimhautinfektion, die sich in den Bronchien manifestiert. Sie tritt häufig bei Erkältungen auf, wobei sich die Schleimhäute in den Bronchien entzünden, anschwellen und erröten. Das Blut wird durch die Schwellung angestaut und fließt nicht ausreichend ab, wodurch in den Atemwegen ein Gefühl entsteht, als würde sich dort ein Fremdkörper befinden.

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Die Bronchitis äußert sich durch heftige Hustenattacken und tritt oft in Verbindung mit einer Erkältung auf. Durch die starken Hustenattacken versucht unser Körper, die anhaftenden Krankheitserreger und den produzierten Schleim wieder loszuwerden.

Betroffene leiden in den meisten Fällen an der akuten Variante der Erkrankung. Neben der akuten Bronchitis gibt es auch die chronische Variante. Dabei weist der Begriff „chronisch“ auf eine dauerhafte Schleimhautentzündung hin.

Die permanente Schleimhautbelastung durch Schadstoffe in der Luft zählt zu den Hauptauslösern der chronischen Bronchitis. Wenn die Reizstoffe wie Tabakrauch oder Feinstaub gemieden werden, können sich mit der Zeit auch die mit der Erkrankung in Verbindung stehenden Veränderungen in der Lunge zurückbilden1Symptome, Dauer & Ursachen – https://www.erkaeltungs-ratgeber.de/bronchitis – abgerufen am 01.09.2022.

Auch Personen, die beruflich viel mit Schadstoffen wie Talk, Gummi und Ruß, Feinstaub, Metallen und Lack, toxischen Substanzen sowie Kraftstoffen in Berührung kommen und die dabei entstehenden Dämpfe einatmen, haben ein erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Lungenerkrankung.

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Werden die Auslöser von den Betroffenen nicht gemieden, kann sich aus der Bronchitis eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung entwickeln. In diesem Fall können mögliche Lungenschädigungen nicht mehr rückgängig gemacht werden. An der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung erkranken sehr oft Raucher sowie ehemalige Raucher.

Was verursacht eine Bronchitis?

Für die Erkrankung kann es mehrere Ursachen geben, wobei es sich häufig um eine sogenannte Tröpfcheninfektion handelt. Eine Bronchitis wird in 9 von 10 Fällen von Viren verursacht, aber es gibt auch andere Auslöser bei der akuten Form2Bronchitis: Entzündung der Bronchien-Schleimhaut – https://www.schwabe.at/bronchitis/ – abgerufen am 01.09.2022:

Auslöser Wissenswertes
Bakterien Hierbei handelt es sich meistens um eine sekundäre Bronchitis. Das bedeutet, dass die Schleimhaut ursprünglich bereits durch Viren geschädigt wurde, wodurch Bakterien ein leichtes Spiel hatten und sich zusätzlich ausbreiten konnten. Diese Variante ist eher selten und tritt meistens bei Menschen auf, die eine Immunschwäche oder eine Grunderkrankung haben. Ein gelblich-grüner Schleim, der ausgehustet wird, ist typisch für Bakterieninfektionen.
Viren Die häufigsten Auslöser sind Viren, wodurch die Bronchitis häufig von Viren verursachten Erkältungen einhergeht. Die Krankheit kann unter anderem durch Parainfluenzaviren, Rhinoviren und Adenoviren ausgelöst werden. Der weißlich-klare Auswurf ist das Anzeichen für eine durch Viren verursachte Erkrankung.
Pilze Auch Pilze wie z. B. der Hefepilz Candida albicans können die Auslöser einer Bronchitis sein. Die Rede ist in dem Fall von einer Soorbronchitis, die sehr selten und vor allem bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem vorkommt.
Bestimmte Stoffe Bei der Entstehung einer Bronchitis können auch äußere Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Dazu gehören bestimmte Gase oder die Feinstaubbelastung.

Damit die Bronchitis sich nicht verschlechtert, sollten Betroffene wissen, welche Faktoren sie eigentlich begünstigen. Das sind auf jeden Fall:

  • Rauchen
  • geschwächtes Immunsystem
  • kalte Luft
  • Unterschied zwischen trockener Heizungsluft drinnen und feuchter Luft draußen

Neben der akuten Erkrankung gibt es noch ihre chronische Form, die durch folgende Faktoren ausgelöst wird3https://www.soledum.de/atemwegserkrankungen/bronchitis.html – Bronchitis: Ursachen, Symptome und Informationen – abgerufen am 01.09.2022:

  • Vererbung: Einige Studien legen nahe, dass die chronische Form genetisch bedingt sein kann. Sie ist manchmal auch die Folge einer angeborenen oder erblich bedingten Erkrankung wie Mukoviszidose oder Alpha-1-Antitrypsin-Mangel.
  • Schadstoffe: Menschen, die regelmäßig bestimmte Dämpfe, (Fein-)Staub oder (Ab-)Gase einatmen, belasten ihre Lungen und erhöhen das Risiko für eine chronische Bronchitis.
  • Tabakrauch: Die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut werden durch Tabak zerstört, wodurch das Immunsystem geschwächt wird. Selbst Passivraucher haben somit ein erhöhtes Risiko für eine chronische Bronchitis.
  • Andere Erkrankungen: Nasennebenhöhlenentzündungen, Asthma sowie einige weitere Krankheiten können die Entwicklung der chronischen Form begünstigen.

Welche Symptome deuten auf eine Bronchitis?

Die Begleitsymptome können je nach Erreger verschieden ausfallen. Handelt es sich um eine durch Viren ausgelöste Bronchitis, beginnt die Krankheit mit einem trockenen, unproduktiven Husten. Nach einigen Tagen geht er in einen durchsichtigen bis gelblichen, schleimigen Auswurf über. Ein grünlicher Auswurf in großen Mengen hingegen ist für eine bakterielle Infektion charakteristisch.

Bronchitis – Ursachen, Symptome und Behandlung

Weitere Symptome sind4Bronchitis-Ratgeber: Symptome & Behandlung – https://www.wolfs-apotheke.de/gesundheitsbibliothek/index/bronchitis/ – abgerufen am 01.09.2022:

  • Fieber
  • Heiserkeit
  • Ein Gefühl, als sei der Brustkorb innen wund
  • Halsschmerzen
  • Glieder- und Kopfschmerzen
  • allgemeine körperliche Abgeschlagenheit
  • sogenanntes Grimmen (Atemgeräusch) tritt besonders bei Kindern auf

Neben den Symptomen für eine akute Bronchitis gibt es noch weitere, die auf die chronische Form hindeuten:

  • rasselnder oder pfeifender Atem
  • ein Gefühl der Brustenge
  • Atemnot, die sich zuerst bei körperlicher Belastung zeigt und danach auch in völliger Ruhe
  • anfallartig auftretender Husten, mit oder ohne Auswurf, insbesondere nach dem morgendlichen Aufstehen

Wann sollte ärztliche Hilfe aufgesucht werden?

Nicht nur die chronische Bronchitis sollte durch einen Arzt behandelt werden, sondern auch ihre akute Form. Der Grund: Eine genaue Diagnose  sowie die richtige Behandlung kann die Krankheitszeit verkürzen und leichter gestalten. Als unterstützende Maßnahme beider Bronchitis-Formen eignet sich auch die Selbstmedikation.

Ein Arzt sollte jedoch in folgenden Fällen aufgesucht werden:

  • wenn die Bronchitis-Beschwerden länger als eine Woche anhalten
  • bei blutigem oder eitrigem Schleim bzw. Auswurf
  • bei beschleunigter, schmerzhafter oder erschwerter Atmung
  • wenn das Fieber über 39 Grad Celsius hinausgeht

Was kann bei einer Bronchitis helfen?

Arzneimittel zur Linderung von Beschwerden wie Husten sind auch eine gute Behandlungsmaßnahme. Dabei besteht eines der wichtigsten Therapieziele darin, die erhöhte Durchlässigkeit der Kapillaren wiederaufzurichten und ihnen so die Grundlage für die entzündlichen Vorgänge zu entziehen.

Folgende Maßnahmen können bei einer Bronchitis behilflich sein:

  • frische Luft
  • verrauchte und kalte Luft meiden
  • vitaminreiche und gesunde Ernährung
  • ausreichend trinken
  • Körper warmhalten
  • ausreichend Schlaf
  • Bettruhe einhalten

Zudem ist es wichtig, bestehende Beschwerden zu lindern, die Atmung zu beruhigen und die Wärmeverteilung zu normalisieren, um das Voranschreiten der Bronchitis zu verhindern. Arzneimittel, die die Beschwerden lindern, sollten möglichst in Absprache mit dem Arzt genommen werden oder es sollte zumindest der Apotheker um Rat gefragt werden.

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Da der Großteil der Bronchitiserkrankungen von Viren verursacht wird, ist eine Antibiotikagabe nicht sinnvoll, denn diese wirken ausschließlich gegen Bakterien. Antibiotika werden nur dann verschrieben, wenn sich zusätzlich zur viralen Infektion auch eine bakterielle gebildet hat.

Bei der viralen Infektion ist der Schleim hell und durchsichtig, während für einen bakteriellen Befall ein gelblich-grüner Auswurf charakteristisch ist5Bronchitis: Symptome, Ursachen & Behandlung – https://www.weleda.ch/magazin/gesundheit/bronchitis – abgerufen am 01.09.2022. Es sollte jedoch immer der behandelnde Arzt feststellen, ob ein Antibiotikum wirklich notwendig ist.

Welche Hausmittel können gegen den produktiven Husten helfen?

Die folgenden Hausmittel erweisen sich gegen den produktiven Husten in vielen Fällen als sehr wirksam:

  • Der Sud von Weißkohl, Sellerie, Raps oder Kopfsalat lindert den Husten (10 bis 20 Minuten das Gemüse kochen lassen und 1 Glas lauwarmen Sud vor dem Schlafengehen trinken)
  • Schleimlösend wirken auch Rettich, Zwiebelsaft oder warme Zwiebelwickel auf Brust und Oberkörper
  • Inhalationen mit den ätherischen Ölen von Anis, Emser Salz, Thymian oder Eukalyptus erweitern die Bronchien
  • Hustensaft, Sirup sowie Spitzwegerich, Eibisch oder Huflattich als Lutschtablette schützen die Schleimhaut
  • Warme Tees mit Kamille, Fenchel oder Spitzwegerich erleichtern das Abhusten

Bei Atemwegsentzündungen und Husten, die sich durch die Bronchitis manifestieren, hilft eine ganze Reihe von Heilpflanzen6Bronchitis – https://www.meine-gesundheit.de/krankheit/krankheiten/bronchitis – abgerufen am 01.09.2022. Einige davon dämpfen den Hustenreiz oder erleichtern das Abhusten, während andere die Immunabwehr fördern.

Heilpflanze Auswirkungen auf die Bronchitis Hinweise
Pelargonium (Umckaloabo sidoides)
  • aktiviert das Immunsystem
  • lindert den Husten
  • wirkt schleimlösend
  • bekämpft Krankheitserreger
  • beugt Erkältungen vor
  • ausschließlich für die akute Form
  • nicht bei erhöhter Blutungsneigung und gemeinsam mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten anwenden
  • Anwendung bei Erkältungen mit Hustenreiz und Husten
Kampferbaum (Cinnamomum camphora)
  • entspannt die Bronchien
  • regt den Kreislauf an
  • löst Bronchialsekrete
  • fördert die Hautdurchblutung
  • hemmt Entzündungen
  • Einnahme einer großen Menge kann lebensgefährlich sein
  • nicht für Asthmatiker und Menschen mit anderen chronischen Atemwegserkrankungen geeignet
  • Anwendung bei Entzündungen der oberen Atemwege und Bronchitis
Thymian (Thymus)
  • entspannt die Atemmuskulatur
  • verflüssigt Bronchialschleim
  • wirkt antiviral und leicht antibiotisch
  • immer verdünnt anwenden
  • nicht bei Kindern unter 3 Jahren und bei Asthma anwenden
  • mögliche Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden
  • Anwendung bei Bronchitis, entzündlichen Erkrankungen der Atemwege, Erkältungskrankheiten, Husten und Reizhusten
Eukalyptus (Eukalyptus globulus)
  • lindert rheumatische Beschwerden und Verspannungen
  • erleichtern den Abfluss von Sekreten
  • befreit die Atemwege bei Erkältungen
  • bei Schnupfen und Husten mit Einschränkung geeignet
  • Anwendung bei Bronchitis, Erkältungen mit Schnupfen oder Husten
  • mit besonderer Vorsicht bei Kindern anwenden
  • nicht bei Asthma und anderen chronischen Atemwegserkrankungen anwendbar

Wie kann einer Bronchitis vorgebeugt werden?

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Ähnlich wie jede andere Infektionskrankheit, lässt sich auch eine akute Bronchitis nicht aktiv verhindern. Die Erkrankungsrate steigt vor allem in den Wintermonaten stark an. Dennoch bildet ein starkes Immunsystem den besten Schutz gegen eine Infektion.

Die wirksamste Vorbeugungsmaßnahme ist das Vermeiden von Lungen schädigenden Belastungen am Arbeitsplatz und der Verzicht auf Tabakrauch. Ausreichend Bewegung sowie eine gesunde Ernährung mit frischen Lebensmitteln tragen zur Stärkung des Immunsystems bei. Einen stimulierenden Effekt auf die körpereigene Abwehr haben auch Wechselduschen oder Wechselbäder.

Quellen & Verweise[+]

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