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Vahidin Cerim

Vahidin Cerim

Schreibt seit Jahren leidenschaftlich zu Gesundheits- und Wohlfühlthemen, sowohl on- als auch offline. Hilft mit konkreten Tipps anderen dabei, ein gesünderes Leben zu führen und schlechte Gewohnheiten loszuwerden. Obwohl er auch selbst kaffeesüchtig ist.

Fühlen, Sehen und Bewegen: Alle Muskelaktivitäten und Sinneseindrücke werden durch das Nervensystem verarbeitet und ermöglicht. Der gesamte Körper ist über das periphere Nervensystem, über fein verzweigte Nervenbahnen, mit dem Gehirn und Rückenmark (dem zentralen Nervensystem) verbunden. Bei Störungen des Nervensystems kommt es zur sogenannten Neuralgie, die von heftigen Schmerzen begleitet ist. Die Neuralgie ist auch unter dem einfachen Begriff Nervenschmerzen bekannt. Diese neurologische Erkrankung kann unterschiedliche Ursachen haben und ist viel mehr als nur ein Symptom, das einfach nur auf die Nerven geht.

Nachfolgend wird das Thema Nervenschmerzen, deren Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten unter die Lupe genommen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Definition: Schmerzen, die durch Funktionsstörung oder Schädigung der Nerven entstehen.
  • Ursachen: Häufige Ursachen sind andere Grunderkrankungen (Multiple Sklerose, Diabetes mellitus), Entzündungen (Gürtelrose), Quetschungen (Bandscheibenvorfall) oder Verletzungen (nach Unfall).
  • Symptome: Typische Beschwerden sind elektrisierende, einschießende, brennende oder stechende Schmerzen, Taubheit, Kribbeln sowie verstärkte Reizschmerzen.
  • Diagnose: Anamnese durch den Arzt sowie neurologische Untersuchungen (z. B. Testen von Nervenfasern auf Druck, Vibration, Kälte und Wärme).
  • Behandlung: Die Therapie ist auf die Ursache der Nervenschmerzen ausgerichtet. Meistens werden die Schmerzen mit Medikamenten behandelt. Auch Psychotherapie, Akupunktur, Krankengymnastik und Operation kommen für eine Behandlung infrage.
  • Vorbeugung: Auf einen gesunden Lebensstil setzen (z. B. Stress vermeiden, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung).

Was wird unter Nervenschmerzen verstanden?

Bei Nervenschmerzen ist im Gegensatz zu anderen Schmerzarten das für die Schmerzleitung zuständige System selbst durch Stoffwechselerkrankungen, Verletzungen oder Infektionen geschädigt1Nervenschmerzen verstehen – Alle Fragen – https://selpers.com/lektion/nervenschmerzen-verstehen-alle-fragen/ – abgerufen am 12.12.2022. Unter der sogenannten Neuralgie leiden schätzungsweise 300.000 Menschen allein in Deutschland.

Für Nervenschmerzen kann es zahlreiche Ursachen geben. So sind Nervenwurzeln oder einzelne Nerven des Nervensystems in vielen Fällen z. B. nach einem Bandscheibenvorfall, bei Trigeminus-Neuralgien, einer Gürtelrose oder nach einer Operation beschädigt.

Es können aber auch mehrere Nerven geschädigt sein, z. B. bei Diabetes mellitus. In diesem Fall ist die Rede von einer Polyneuropathie. Die Folge einer Schädigung von Strukturen des Zentralnervensystems sind Schmerzen bei Multipler Sklerose, nach einer Querschnittslähmung oder nach einem Schlaganfall. In diesen Fällen sind die Schäden am Rückenmark oder im Gehirn die Ursache der Schmerzen.

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Wenn das Nervensystem geschädigt wurde, wird es in seiner Funktion gestört und der Betroffene nimmt überempfindliche Schmerzen wahr, weil Schmerzsignale ununterbrochen an das Gehirn weitergeleitet werden. Diese sind als Nervenschmerzen bekannt.

Ursachen und Arten von Nervenschmerzen

Nervenschmerzen können durch eine Vielzahl an Ursachen2Mechanismen neuropathischer Schmerzen – https://www.thieme-connect.de/products/ebooks/lookinside/10.1055/b-0033-2866 – abgerufen am 12.12.2022 ausgelöst werden, unter anderem durch:

  • Verletzungen
  • Quetschungen
  • Infektionen
  • Entzündungen
  • Erkrankungen

Diese Ursachen leiten ununterbrochen Schmerzsignale durch die in ihrer Funktion gestörten oder beschädigten Nerven an das Gehirn weiter, wodurch das Schmerzempfinden deutlich gesteigert ist. Unter Umständen empfinden Betroffene schon normale Berührungen oder die Kleidung auf der Haut als quälend schmerzhaft.

Je nachdem, wo die Ursache für Nervenschmerzen liegt, werden zwei Arten von Nervenschmerzen unterschieden:

Periphere Nervenschmerzen

Periphere Nervenschmerzen gehen vom peripheren Nervensystem aus. Dazu gehören alle Nerven, die außerhalb von Rückenmark und Gehirn liegen. Sie verbinden u. a. Ohren, Muskeln, Nase, Augen, Gesicht und Kopf mit dem Gehirn. Diese Gruppe von Nervenschmerzen kann unter anderem durch folgende Ursachen ausgelöst werden:

  • Post-Zoster-Neuralgie nach einer Gürtelrose
  • Akute Herpes-Zoster-Infektion: Schmerzen auf der Haut, die bei einer Gürtelrose meist nur an einer Körperhälfte auftreten
  • Phantomschmerzen: Treten meistens infolge einer Amputation auf. Dabei nimmt der Betroffene Schmerzen in einem Körperteil wahr, den er nicht mehr hat.
  • Trigeminusneuralgie: Im Gesicht treten plötzlich heftige Schmerzen auf.
  • Diabetes mellitus: Hohe Blutzuckerwerte können die Nerven an verschiedenen Körperstellen schädigen.
  • Bannwarth-Syndrom nach einer Borreliose-Infektion: Schmerzen im Bauch, Gesicht oder Kopf.
  • Karpaltunnel-Syndrom: Der mittlere Armnerv wird durch einen Engpass im Sehnenfach des Handgelenks eingeklemmt.
  • Impingement-Syndrom: Häufig tritt es an der Schulter auf und entsteht bei eingeengten und zusammengedrückten Nerven.

Zentrale Nervenschmerzen

Die Schmerzen gehen hier vom Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) aus. Hierfür gibt es folgende Ursachen:

  • Verletzung der Wirbel und des Rückenmarks (z. B. Bandscheibenvorfall)
  • Entzündungen und Abszesse
  • Neurologische Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose)
  • Schlaganfall (Hirninfarkt)
  • Verletzungen der Nerven (z. B. Nervenschmerzen nach Operationen oder durch Unfälle)
  • Tumoren

Mögliche Ursachen für Nervenschmerzen sind auch Medikamente (z. B. Chemotherapie), Alkoholmissbrauch, psychisch bedingter Stress und Verspannungen.

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Im Allgemeinen werden die peripheren und zentralen Nervenschmerzen unterschieden. Die häufigsten Auslöser sind Verletzungen, Entzündungen und andere Grunderkrankungen.

Wie äußern sich Nervenschmerzen bei Betroffenen?

Die Symptome bei Nervenschmerzen können sich von Mensch zu Mensch deutlich unterscheiden und im Laufe der Zeit mal weniger, mal mehr intensiv sein. Die schmerzhaften Symptome werden von Betroffenen häufig folgendermaßen beschrieben:

  • elektrisierend
  • einschießend
  • stechend
  • kribbelnd
  • brennend

Oft treten diese Symptome in Ruhe auf. Manchmal empfinden die Betroffenen bereits warmes Wasser oder sanfte Berührungen als schmerzhaft, was von Medizinern als Allodynie bezeichnet wird. Von einer Hyperalgesie ist die Rede, wenn viel stärkere Schmerzen durch einen schmerzhaften Reiz ausgelöst werden, als es der Fall ohne Nervenschmerzen wäre. Für Nervenschmerzen sind eigentlich beide Phänomene typisch.

Außerdem können folgende Symptome auftreten:

  • kribbelndes bis taubes Gefühl im betroffenen Bereich
  • reduziertes Temperaturempfinden
  • verminderte Wahrnehmung von Vibrationen
  • Schwäche bis hin zu Lähmungen

Da Nervenschmerzen einerseits für Betroffene besonders belastend, anderseits schwierig zu behandeln sind, ist das Risiko vor einem chronischen Verlauf dementsprechend hoch. Oft führen Nervenschmerzen bei den Betroffenen aufgrund ihrer Intensität zu weiteren Beschwerden wie Depressionen, Angstzuständen, Konzentrationsproblemen und Schlafstörungen.

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Die überempfindlichen Schmerzen werden von Betroffenen als elektrisierend, einschießend, stechend, kribbelnd und brennend beschrieben, wobei sich die Symptome von Fall zu Fall deutlich voneinander unterscheiden können.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Wenn erste Symptome der Nervenschmerzen auftreten, sollte der Betroffene bei Verdacht einen Arzt aufsuchen. Zunächst einmal wird im Rahmen der Diagnose3Nervenschmerzen: Arten und Ursachen – https://www.meinmed.at/krankheit/nervenschmerzen/1952 – abgerufen am 12.12.2022 eine Anamnese bzw. Krankengeschichte erfasst. Dazu führt der Arzt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten durch, um sich über die Krankheitsgeschichte sowie die Beschwerden genau zu informieren.

Ein Schmerzfragebogen kann auch hilfreich sein, da er die Stärke, Art, Intensität und Dauer der Schmerzen beinhaltet und dokumentiert. Auch ein Schmerztagebuch zu führen hat sich in vielen Fällen als hilfreich bewährt, um den Dingen auf den Grund zu gehen.

Nach der Anamnese wird der Betroffene einer körperlichen Untersuchung unterzogen. Zudem gibt es verschiedene klinische Tests für die Diagnose von Nervenschmerzen, je nachdem in welcher Region sie auftreten:

  • Phalen-Test: Die Handrücken werden aneinandergelegt, während die Finger nach unten zeigen und die Handgelenke gebeugt sind. Meistens kommt es innerhalb kürzester Zeit zu Empfindungsstörungen im Handgelenksbereich, wenn ein Karpaltunnelsyndrom vorliegt.
  • Flaschen-Test: Ist der Mittelnerv entsprechend geschädigt, sind Betroffene nicht mehr in der Lage, zylindrische Gegenstände vollständig zu umgreifen, da die Daumenmuskeln zu schwach dafür sind.
  • Hoffmann-Tinel-Test: Im Falle eines Nervenproblems schmerzt das Nervenversorgungsgebiet, wenn es beklopft wird.
  • Neurologische Untersuchungen: Elektroneurographie (elektrische Reizung peripherer Nerven), Sensibilitätstest (Reflexe, Haut, Muskeln) und Nervenleitgeschwindigkeitsmessung (NLG) können bei der Untersuchung und Diagnose behilflich sein.
  • Laboruntersuchungen: Mit Laboruntersuchungen werden eventuelle neurotrope Infekte wie Herpes oder Borreliose ausgeschlossen oder bestätigt.

Bildgebende Diagnostizierung von Nervenschmerzen

Da periphere Nerven in den seltensten Fällen in der Bildgebung wie Magnetresonanztomographie, Computertomographie oder Röntgen darstellbar sind und viele Tests (trotz eindeutiger Schmerzsymptomatik) ergebnislos bleiben , spielt die hochauflösende Sonographie bzw. der hochauflösende Ultraschall eine wichtige Rolle bei der Diagnose. Selbst die kleinsten Nervenfasern und ihre Umgebung (Muskeln, Sehnen, Bänder) lassen sich mittels dieses bildgebenden Verfahrens sehr genau darstellen.

Dadurch kann der neuropathische Schmerz sichtbar gemacht werden, wenn andere Maßnahmen keine Ergebnisse liefern. Der Ultraschall gilt des Weiteren als ergänzendes Tool, um bereits diagnostizierte Verletzungen oder Erkrankungen zweifelsfrei darzustellen. In vielen Fällen ist ein interdisziplinärer Ansatz zur exakten Diagnosestellung maßgeblich und umfasst die Neurologie, Radiologie, Orthopädie und Nervenchirurgie.

Neben der Schmerzart muss in der Diagnose auch die Ursache für die Nervenschmerzen festgestellt werden, da davon die Behandlung stark abhängt. Um irreversible Schädigungen zu verhindern, besteht schneller Handlungsbedarf, je nachdem, welches Problem zugrunde liegt.

Auch eine diagnostische Nervenblockade kann exakt durchgeführt werden, als Unterstützung zu den relativ neuen Untersuchungstechniken. In diesem Verfahren wird die Nervenleitung des besagten Nervs für einige Zeit blockiert. Die mögliche Ursache der Nervenschmerzen lässt sich abhängig von Reaktion auf die Blockade feststellen. Führt z. B. die Nervenblockade zu einer Besserung der Symptome, kann davon ausgegangen werden, dass die Ursache für den Schmerz der jeweilige Nerv ist.

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Bei der Diagnose ist es neben der Bestätigung von vorliegenden Nervenschmerzen auch wichtig, den möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen. Diese sind ausschlaggebend für die passende Behandlung der Erkrankung.

Wie werden Nervenschmerzen behandelt?

Die Behandlung von Nervenschmerzen erfolgt abhängig von ihrer Ursache auf unterschiedliche Weise. Dabei kommt oft eine Kombination aus mehreren Therapiemaßnahmen zum Einsatz, darunter:

  • medikamentöse Behandlung
  • Physiotherapie
  • Psychotherapie
  • Akupunktur
  • Patientenschulungen
  • Entspannungsverfahren
  • transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Im Rahmen der Behandlung4cme: Diagnosis and Treatment of Neuropathic Pain – https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=58038 – abgerufen am 12.12.2022 versucht der Arzt zunächst einmal, die Ursache der Nervenschmerzen zu beseitigen bzw. so gut wie möglich zu therapieren.

Betroffene müssen dabei, wenn möglich, auf potenziell nervenschädigende Substanzen wie bestimmte Krebsmedikamente oder Alkohol verzichten. Wenn Nervenschmerzen zum Beispiel durch Diabetes mellitus ausgelöst werden, behandelt der Arzt zuerst diese Erkrankung (Senkung des Blutzuckerspiegels). Ist für die Schmerzen eine Bakterien- oder Virusinfektion verantwortlich (Gürtelrose), werden Medikamente gegen Viren (Virostatika) bzw. Antibiotika gegen Bakterien verabreicht.

Manche Erkrankungen wie etwa bestimmte Tumorerkrankungen oder das Karpaltunnelsyndrom drücken mitunter die Nerven, zwängen sie oder schädigen sie auf eine andere Weise. In solchen Situationen hilft nur eine Operation, um den Betroffenen vom Schmerzauslöser zu befreien.

Medikamentöse Behandlung

Es ist nicht einfach, Nervenschmerzen zu behandeln, weil viele klassische Medikamente für die Hemmung der Schmerzen mit den Wirkstoffen Naproxen, Diclofenac, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure nicht ausreichend oder überhaupt nicht wirken. Daher setzt der Arzt meistens folgende Schmerzmittel bei der Behandlung von Nervenschmerzen ein:

  • Trizyklische Antidepressiva: Die Wirkstoffe Doxepin, Imipramin oder Amitriptylin als Spritze, Tropfen, Dragees und Tabletten verstärken die Wirkung von Schmerzmitteln und wirken schmerzlindernd.
  • Antikonvulsiva: Die Wirkstoffe Carbamazepin, Pregabalin oder Gabapentin als Lösung, Tabletten und Kapseln zum Einnehmen, verringern die Reizweiterleitung, wirken krampflösend und vermindern die Erregbarkeit der Nerven.
  • Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer: Die Wirkstoffe Milnacipran, Venlafaxin und Duloxetin als Pellets, Kapseln oder Tabletten hemmen die Schmerzempfindlichkeit und wirken schmerzlindernd.
  • Opiate: Die Wirkstoffe Fentanyl, Hydromorphon und Tramadol in allen möglichen Darreichungsformen unterdrücken Weiterleitung und Verarbeitung von Schmerzreizen und wirken stark schmerzlindernd.
  • Örtliche Schmerztherapie: Botulinumtoxin, Capsaicin oder Lidocain als Spritzen, Pflaster und Salben wirken schmerzlindernd und betäubend.

Weitere Behandlungsansätze

Nervenschmerzen – Ursachen, Symptome und Behandlung

Gegen Nervenschmerzen sind auch einige Behandlungen ohne Medikamente wirksam, darunter:

  • Krankengymnastik: In vielen Fällen hilft eine Ergo- und/oder Physiotherapie, die physikalische Behandlungen (Anwendungen mit elektrischen Reizen, Licht, Kälte oder Wärme), Massagen und muskelkräftigende Übungen umfassen.
  • Akupunktur: Der Akupunkteur sticht in bestimmte Hautpunkte des Körpers feine Einmalnadeln, die dort etwa 20 bis 30 Minuten lang bleiben und eine schmerzlindernde Wirkung im Nerv entfalten. Laut einer Studie soll die Akupunktur bei Krebserkrankten nach einer Chemotherapie die Nerven schützen und einer Schädigung vorbeugen5Mit Nadeln gegen Nervenschmerzen – https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2020/daz-44-2020/mit-nadeln-gegen-nervenschmerzen – abgerufen am 13.12.2022.
  • Kältetherapie: Hier kommen kalte Wickel, Kältepackungen oder kühlende Sprays zum Einsatz, obwohl sich auch der Aufenthalt in einer Kältekammer als wirkungsvoll gezeigt hat.
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS): Hierbei werden elektrische Impulse auf betroffene Körperteile mittels Hautelektroden übertragen.
  • Ruhigstellen des betroffenen Körperteils: Der betroffene Körperbereich wird mittels Bandagen oder Schienen vorübergehend ruhiggestellt, wenn die Nervenschmerzen durch Verletzungen oder Entzündungen entstanden sind.
  • Entspannungsübungen: Durch Biofeedback, Meditation, Hypnose, Muskelentspannung nach Jacobson oder autogenes Training wird das Schmerzempfinden herabgesetzt.
  • Psychotherapie: Betroffene lernen, mit den Schmerzen umzugehen und finden Möglichkeiten, ein zufriedenes und erfülltes Leben zu führen.
  • Operation: Helfen weder Medikamente noch andere Therapieansätze, kommt nur noch eine Operation infrage, um die Ursache der Nervenschmerzen zu beseitigen.

Vorbeugung und Gesunderhaltung des Nervensystems

Durch ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung und Alkoholabstinenz lässt sich manchen Krankheiten (z. B. Diabetes mellitus Typ 2) vorbeugen, die in Verbindung mit Nervenschmerzen stehen. Auch durch regelmäßige ärztliche Kontrollen lässt sich die eigene Gesundheit im Blick behalten.

Zu einem gesunden Lebensstil gehört auch der Stressabbau. Durch regelmäßige Bewegung baut der Körper Stress ab, sodass sportliche Aktivitäten mehrmals pro Woche einen großen Unterschied für die menschliche Gesundheit ausmachen. Für die Gesunderhaltung des Nervensystems empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium 90 Minuten Bewegung pro Tag6Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung – https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Broschueren/Bewegungsempfehlungen_BZgA-Fachheft_3.pdf – abgerufen am 13.11.2022.

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Neben der medikamentösen Behandlung helfen bei der Linderung von Nervenschmerzen oft auch nicht-medikamentöse und alternative Therapien. Sollten auch diese nicht helfen, bleibt am Ende nur noch eine operative Behandlung übrig, um den Auslöser zu beseitigen.

Quellen & Verweise[+]

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