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Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann Steinort

Jennifer Ann Steinort ist Diplom Gesundheitsökonomin (FH) und Medizinjournalistin. Mit ihrer Spezialisierung schreibt sie mittlerweile seit über zehn Jahren Artikel für Gesundheits­plattformen, Nahrungs­ergänzungs­mittel­hersteller und Gesund­heits­dienst­leister.
Dabei gibt Jennifer Ann Steinort Lesenden gerne Tipps für ihren Alltag und zeigt, wie faszinierend der menschliche Körper ist.

Viele Paare sehnen sich nach einem Kind. Den Wunsch, schwanger zu werden, spüren Frauen manchmal so intensiv, dass sie überall nur noch Kinderwagen und Babys sehen. Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, um dem Wunsch nachzugeben, und wie können sich Frauen auf eine Schwangerschaft vorbereiten?

So kann sich der Kinderwunsch bei Frauen bemerkbar machen

Manche Frauen sehnen sich ganz gezielt nach einer Schwangerschaft, sie möchten spüren, wie ein neues Leben in ihnen heranwächst. Bei anderen Frauen konzentrieren sich die Gedanken eher auf das Kind, das sie haben könnten – sie träumen von einer erfüllten Mutterschaft und Familienmomenten. Manchmal ist ein Kinderwunsch aber gar nicht so offensichtlich. Frauen verspüren dann ein starkes Gefühl von Sehnsucht oder haben den Eindruck, dass ihnen etwas im Leben fehlt.

Gibt es den perfekten Zeitpunkt, um schwanger zu werden?

Frauen erfüllen sich etwa im Alter von 30,2 Jahren den Wunsch von einem Baby. So alt sind sie nämlich durchschnittlich bei der Geburt ihres ersten Kindes, zumindest hierzulande. Männer sind mit 33,2 Jahren sogar noch etwas älter1Geburten – https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/_inhalt.html – Abgerufen am 15.07.2022. Was viele nicht wissen: Die Fruchtbarkeit bei Frauen nimmt bereits ab dem 26. Lebensjahr ab2Kinderwunsch: Alter spielt eine Rolle – https://www.gesundheit.gv.at/leben/eltern/kinderwunsch/kinderwunsch-alter-spielt-eine-rolle.html – Abgerufen am 15.07.2022. Trotzdem sollten sich Paare davon nicht unter Druck gesetzt fühlen. Schließlich bestimmt die biologische Uhr nicht alleine darüber, wann eine Schwangerschaft in das Leben zweier Menschen passt. Oftmals beschäftigen sich Paare intensiv mit verschiedenen Fragen, bevor sie ihren Wunsch erfüllen. Kann ich mehrere Monate auf der Arbeit fehlen? Reicht der Platz in der Wohnung für ein Kinderzimmer aus? Können wir die Anschaffungen für das Baby finanziell stemmen? Liebende klären in einem offenen Gespräch am besten alle Unklarheiten. Einen perfekten Zeitpunkt, um schwanger zu werden, gibt es allerdings bei den wenigsten Paaren. Vieles ergibt sich im Laufe der Schwangerschaft. So kann sich die Oma vielleicht doch nach der Geburt zeitweise um das Baby kümmern oder ein Kollege übernimmt in der Elternzeit die Aufgaben der Frau.

3 Tipps für die Planung einer Schwangerschaft

Der Wunsch, schwanger zu werden

Vorbereitung ist alles – das gilt auch für die Planung einer Schwangerschaft. Mit einigen Tipps können Sie nicht nur Ihre Fruchtbarkeit erhöhen, sondern auch die gesunde Entwicklung Ihres Babys unterstützen.

1. Setzen Sie die Verhütung rechtzeitig ab

Vor allem, wenn der Wunsch schwanger zu werden bei Ihnen groß ist, setzen Sie am besten rechtzeitig die bisherige Verhütungsmethode ab. Zwar kann eine Schwangerschaft ohne lange Wartezeit eintreten, manchmal bringen die Antibabypille, 3-Monats-Spritze und Co. den Zyklus aber ganz schön durcheinander. Mediziner raten Frauen zur Geduld. Sollte sich Ihr Wunsch nach einem Jahr noch immer nicht erfüllt haben, wenden Sie sich an Ihren Gynäkologen. Er kann mögliche Ursachen wie eine Endometriose ausschließen. Übrigens: Die Chancen für eine Schwangerschaft sind in der Zyklusmitte, also rund um den Eisprung, am höchsten. Mit Ovulationstests können Sie überprüfen, ob ein Eisprung kurz bevorsteht.

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Selbst bei einem regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen kann der Eisprung mehrere Tage früher oder später als geplant stattfinden, das legen Studienergebnisse nahe3The timing of the “fertile window” in the menstrual cycle: day specific estimates from a prospective study – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC27529/.

2. Sorgen Sie für eine ausreichende Folsäurezufuhr

Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin. Dadurch, dass der Körper es nicht selbst herstellen kann, ist er auf eine Zufuhr von außen angewiesen. In der Schwangerschaft nimmt Folsäure eine besondere Rolle ein, denn es ist für die Neubildung und Teilung von Zellen wichtig. Ein Folsäuremangel kann Fehlbildungen des zentralen Nervensystems beim Baby hervorrufen. Eine gefürchtete Folge ist die Spina bifida (offener Rücken). Da sich das sogenannte Neuralrohr bereits in der vierten Schwangerschaftswoche verschließt, nehmen Sie am besten bereits einen Monat vor Absetzen der Verhütungsmethode Folsäure ein. Geeignete Präparate erhalten Sie in der Apotheke.

3. Kümmern Sie sich um Ihre Gesundheit

Sie haben noch eine aufwendige Zahnbehandlung vor sich oder Ihr Impfschutz ist nicht auf dem aktuellen Stand? Um diese und andere Gesundheitsfragen kümmern Sie sich am besten bereits vor der Schwangerschaft. Wussten Sie zum Beispiel, dass Parodontitis das Frühgeburtsrisiko erhöht oder Röteln zu einer Fehlbildung beim Ungeborenen führen können? Klären Sie am besten mit Ihrem Hausarzt ab, welche Gesundheitsfragen noch offen sind und ob etwas gegen eine Schwangerschaft spricht.

Ganz wichtig: Bleiben Sie gelassen!

„Lass uns gemeinsam ein Kind haben“, sobald Paare den Satz ausgesprochen haben, steigt meist die Nervosität. Atmen Sie durch und gehen Sie das Thema Wunschkind langsam an. Setzen Sie sich selbst nicht unter Druck. Viele Liebende erzählen dem Umfeld nichts von ihrem Plan, damit sie nicht ständig Updates geben müssen. Auch das kann den Druck deutlich reduzieren. Vergessen Sie auch die Romantik nicht. Zwar steigert Sex an den fruchtbarsten Tagen die Chance auf das Kinderglück, wenn sich einer von ihnen gerade jedoch nicht nach der innigen Zweisamkeit sehnt, ist das völlig in Ordnung. Am besten sprechen Sie gemeinsam über Wünsche und Vorstellungen – so ist die Vorfreude auf das Baby umso größer.

Quellen & Verweise[+]

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