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Dipl. Ges. Oec. (FH) Jennifer Ann Steinort

Jennifer Ann Steinort ist Diplom Gesundheitsökonomin (FH) und Medizinjournalistin. Mit ihrer Spezialisierung schreibt sie mittlerweile seit über zehn Jahren Artikel für Gesundheits­plattformen, Nahrungs­ergänzungs­mittel­hersteller und Gesund­heits­dienst­leister.
Dabei gibt Jennifer Ann Steinort Lesenden gerne Tipps für ihren Alltag und zeigt, wie faszinierend der menschliche Körper ist.

40 Wochen oder 280 Tage – so lange dauert eine Schwangerschaft im Durchschnitt. Auf Frauen kommt nun eine spannende und vor allem ereignisreiche Zeit zu. Doch wann packen Schwangere am besten den Klinikkoffer und was hilft Ihnen dabei, im Alltag durchzuatmen? Wir verraten es Ihnen.

Was bedeutet eine erfüllte Schwangerschaft überhaupt?

Während einer erfüllten Schwangerschaft haben Sie genügend Gelegenheit, sich mit den anstehenden Veränderungen zu beschäftigen und die unterschiedlichen Schwangerschaftsphasen zu genießen. Wichtig ist, dass Sie regelmäßig etwas für Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden tun, denn eine Schwangerschaft kann sehr anstrengend sein. Doch selbst mit der besten Organisation läuft nicht immer alles nach Plan. Vielleicht müssen Sie Ihre berufliche Tätigkeit eher als gedacht einstellen oder aufgrund von vorzeitigen Wehen sogar das Bett hüten. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten.

Tipps und Tricks für jede Schwangerschaftsphase

Tipps und Tricks für eine erfüllte Schwangerschaft

Jede Schwangerschaft ist in drei Drittel eingeteilt, Frauen durchleben also insgesamt drei Abschnitte, die jeweils drei Monate andauern. In jeder Schwangerschaftsphase stehen spannende Veränderungen an, sowohl bei der Mutter als auch bei ihrem ungeborenen Kind1Kindliche und mütterliche Entwicklung in den Schwangerschaftsdritteln – https://www.frauenaerzte-im-netz.de/schwangerschaft-geburt/schwangerschaft/schwangerschaftsdrittel/#:~:text=Bis%20zum%20Ende%20der%2012,und%20Augenlider%20werden%20schon%20angelegt– Abgerufen am 14.07.2022. Diese Veränderungen können Ihren Alltag ganz schön auf den Kopf stellen. Wir verraten Ihnen deshalb einige Tipps und Tricks für die verschiedenen Trimester.

Das erste Trimester (Schwangerschaftswoche 1-12)

Das erste Trimester steht ganz im Zeichen der hormonellen Umstellung. Daher gehören Schwindelgefühle, Übelkeit, Erschöpfung und Verdauungsprobleme für viele Frauen zur Tagesordnung. Doch mit einigen Kniffen können Sie die lästigen Schwangerschaftssymptome lindern.

  • Verdauungsprobleme: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5 Liter täglich), eine ballaststoffreiche Ernährung und eine regelmäßige Bewegung, um die Verdauung in Schwung zu halten.
  • Morgenübelkeit: Keine Sorge, gegen die Schwangerschaftsübelkeit, die übrigens nicht nur morgens auftritt, können Sie einiges tun. Legen Sie sich einen Zwieback auf den Nachttisch und essen diesen bereits vor dem Aufstehen. Anstatt viele große Mahlzeiten, planen Sie am besten mehrere kleine Speisen verteilt über den Tag ein. Pfefferminztee kann das Unwohlsein übrigens genauso vertreiben wie Ingwer in Form von Bonbons. Doch Vorsicht: Ingwer kann Wehen fördern und ist deshalb im letzten Trimester nicht empfehlenswert.
  • Erschöpfung: Eine bleierne Müdigkeit, das kennen viele Schwangere. Geben Sie ihr ruhig ab und zu nach und gönnen Ihrem Körper die nötige Entspannung. Wie wäre es jetzt mit einem Lavendelbad oder mit einer Mütze voll Schlaf? Gegen die Müdigkeit hilft übrigens Bewegung an der frischen Luft oder ein mäßiger Verzehr von koffeinhaltigen Getränken.

Gut zu wissen!

Experten raten in der Schwangerschaft zu höchstens 200 mg Koffein, also etwa zwei Tassen Kaffee pro Tag. Eine wissenschaftliche Untersuchung kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass selbst das zu viel sein könnte. Die Studie gibt Hinweise darauf, dass der mütterliche Konsum von Koffein im Zusammenhang mit einer niedrigen Geburtsgröße oder kindlichem Übergewicht steht2Maternal caffeine consumption and pregnancy outcomes: a narrative review with implications for advice to mothers and mothers-to-be – https://ebm.bmj.com/content/26/3/114/.

Das zweite Trimester (Schwangerschaftswoche 13-27)

Mit Erreichen des zweiten Semesters haben Sie einen wichtigen Meilenstein geschafft. Da der überwiegende Teil der Fehlgeburten in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten erfolgt, können Sie nun verhalten durchatmen – jetzt liegt das Risiko für eine Fehlgeburt nur noch bei etwa einem Prozent. Für viele Frauen ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem sie anderen von ihrer Schwangerschaft erzählen. Das zweite Trimester ist auch deshalb spannend, weil der Bauch nun merklich wächst.

  • Mitmenschen von der Schwangerschaft erzählen: Sie entscheiden natürlich, wie Sie die Frohe Botschaft Ihren Mitmenschen mitteilen. Während manche Paare beispielsweise den Großeltern beim lockeren Plausch am Kaffeetisch davon berichten, ziehen es andere vor, eine Schachtel mit einem kleinen Babyschuh zu überreichen. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Weihen Sie am besten auch Ihren Arbeitgeber ein.
  • Arbeitsschutzgesetz studieren: Die Schwangerschaft ist eine gute Gelegenheit, um sich mit wichtigen Inhalten des Arbeitsschutzgesetzes (Art 35 ff. ArG: Schutz vor Überbeanspruchung) zu beschäftigen. Ihr Gynäkologe kann übrigens ein Beschäftigungsverbot aussprechen, wenn Ihre berufliche Tätigkeit Ihre Gesundheit oder die Ihres Kindes gefährdet. Außerdem kann der Frauenarzt die Arbeitsunfähigkeit attestieren, wenn Sie beispielsweise aufgrund von vorzeitigen Wehen das Bett hüten müssen.
  • Den Babybauch pflegen: Das Wachstum des Babybauchs strapaziert die Haut – sie muss sich dehnen. Beugen Sie Schwangerschaftsstreifen vor, indem Sie die Haut geschmeidig halten. Dafür gibt es spezielle Cremes oder Öle, auch die Zupfmassage hat sich dabei bewährt.

Gut zu wissen!

Verpassen Sie keine Vorsorgeuntersuchung, denn sie dienen dazu Ihren Gesundheitszustand und die Entwicklung des Babys zu überwachen. In der Regel gehen Sie dazu alle vier Wochen zu Ihrem Gynäkologen. Ab der 32. Schwangerschaftswoche erfolgen die Vorsorgeuntersuchungen in einem 14-tägigen Abstand. Bringen Sie zu den Untersuchungen stets Ihren Mutterpass mit. Haben Sie Beschwerden wie vorzeitige Wehen oder Blutungen, sollten Sie damit unbedingt einen Gynäkologen aufsuchen.

Das dritte Trimester (Schwangerschaftswoche 28-40)

Die letzten Wochen Ihrer Schwangerschaft sind angebrochen. Nun heißt es Kraft sammeln für die Geburt und alle notwendigen Formalitäten erledigen.

  • Wichtige Formalitäten erledigen: Das Mutterschutzgeld beantragen Sie sechs Wochen vor der Geburt, und zwar bei Ihrer Krankenkasse. Möchten Sie nach der Geburt die Elternzeit beanspruchen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Details mit Ihrem Arbeitgeber auch schriftlich zu fixieren.
  • Den Klinikkoffer packen: Vielleicht muss bei Ihnen am Tag der Geburt alles ganz schnell gehen. Mit dem Klinikkoffer sind Sie bestens vorbereitet. Packen Sie am besten jetzt schon Kleidung für den Tag, Nachtwäsche, Hygieneartikel, Hausschuhe und die Erstlingsausstattung fürs Neugeborene ein.

Quellen & Verweise[+]

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