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Marvin Gerste

Marvin Gerste

Marvin begeistert sich seit vielen Jahren für alles rund um die Gesunderhaltung. Er hat sich dabei auf gesunde Ernährung, Prävention sowie Wasserfiltersysteme spezialisiert.

Passend dazu betreibt er seit 2013 einen YouTube-Kanal sowie persönlichen Blog rund um die Themen Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden.

Von einem auf den anderen Moment leidet das Hörvermögen deutlich. Worte, Musik sowie Geräusche werden schlagartig schlechter wahrgenommen. Die Diagnose dafür kann ein Hörsturz sein. Manchmal ist er nur temporärer Natur, nicht selten bleibt er dauerhaft bestehen. Doch wie lässt sich ein Hörsturz erkennen und von anderen Beeinträchtigungen unterscheiden? Welche Ursachen liegen ihm zugrunde und welche Behandlungen kommen in Frage? Der nachfolgende Hörsturz-Ratgeber liefert die Antworten dazu.

Hörsturz: Typische Symptome & Probleme

Die Symptome beim Hörsturz reichen von minimalen Schwierigkeiten bis ernstzunehmenden Problemen. Dabei verhält sich das Hörvermögen stets gleich, denn die Beeinträchtigung entsteht unmittelbar. Bei leichten Symptomen fällt dies der betroffenen Person nicht unbedingt sofort auf. Denn ein Hörsturz entsteht und verweilt ohne Schmerzen.

Üblicherweise leidet nur ein Ohr darunter. Gewisse Tonhöhen werden nur noch teilweise oder gar nicht mehr erkannt. Dies könnte auf den ersten Blick auch nur auf ein verstopftes Ohr hindeuten. Meistens wird der Hörsturz von weiteren Symptomen begleitet, welche dessen Diagnose erleichtern und konkretisieren.

Zu den möglichen Begleiterscheinungen zählen:

  • Ein Druckgefühl im Ohr
  • Es kommt einem vor, als würde Watte im Ohr stecken
  • Schwindel
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • pelziges Gefühl in der Ohrmuschel (periaurale Dysästhesie)

Darüber hinaus kommt es vor, dass Patienten eine Überempfindlichkeit gegenüber Schall entwickeln. Diese wird von der Medizin als Hyperakusis bezeichnet1Quelle: Hyperakusis – Ursachen & Symptome – https://www.schoen-klinik.de/hyperakusis – Abgerufen am 19.09.2022. Dabei werden bestimmte Töne und Geräusche als zu laut empfunden, obwohl dies nicht der Realität entspricht.

Einige Betroffene sprechen davon, dass sie mit dem Hörsturz plötzlich manche Töne höher oder tiefer wahrnehmen. Dies lässt sich unmittelbar mit dem gesunden Ohr vergleichen. Der Arzt stellt hierbei eine Diplakusis fest.

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Die Symptome vom Hörsturz prägen sich unterschiedlich stark aus. Leichte Beschwerden werden oftmals nicht wahrgenommen, bis sie eine Untersuchung zu Tage fördert.

Wie entsteht ein Hörsturz?

Hinsichtlich der Ursache können bei einem Hörsturz verschiedene Faktoren in Erscheinung treten. Deshalb gilt es dessen Entstehung genau abzuklären. Nicht nur wegen der optimalen Behandlung, sondern um ebenso weitere Erkrankungen erkennen bzw. ausschließen zu können.

Ursachen für den Hörsturz können sein:

  • Eine Fehlfunktion von Zellen in der Hörschnecke (Cochlea)
  • Mangelnde Durchblutung der Hörschnecke
  • Autoimmunerkrankungen
  • Entzündungen im Innenohr
  • Zu viel Flüssigkeit im Innenohr (Endolymphatischer Hydrops)

Alle diese Beschwerden können einen Hörsturz begünstigen. Bislang handelt es sich dabei aber nur um Vermutungen. Was konkret dazu führt, ist bislang nicht gesichert. Deshalb wird der Arzt die verschiedenen Auslöser überprüfen. Bevor er dann seine Diagnose stellt.

Am ehesten kommt es zum Endolymphatischer Hydrops. Das Innenohr sammelt übermäßig viel Flüssigkeit an. Dadurch werden vor allem tiefe Töne nur teilweise oder gar nicht mehr wahrgenommen. Oftmals handelt es sich nur um ein temporäres Problem.

Zu den weiteren Risikofaktoren für den umgangssprachlichen “Ohrinfarkt” gehören:

  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Zuckerkrankheit
  • Rauchen
  • Stress
  • psychische Belastungen
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Die konkreten Ursachen für einen Hörsturz sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Vielmehr kommen verschiedene Faktoren in Frage, welche es abzuklären gilt.

Wie wird ein Hörsturz erkannt?

Hörsturz - Ursachen, Symptome und Behandlung

Doch zunächst wird ein Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO) simplere Ursachen auszuschließen versuchen. So könnte sich ein Fremdkörper im Ohr befinden oder es hat sich schlichtweg zu viel Ohrenschmalz (Cerumen) angesammelt. Letzteres passiert vor allem durch den unsachgemäßen Gebrauch von Wattestäbchen in den Ohren.

Sind dies alles keine Gründe für den Hörverlust, folgen weitere Untersuchungen. Um mittels Ohrmikroskopie herauszufinden, ob das Trommelfell bzw. die Gehörknöchelchen verletzt sind. Der Arzt überprüft ebenfalls den allgemeinen Zustand im Mittelohr. Dieses kann vereitert sein, Blutungen aufzeigen oder zu viel Flüssigkeit angesammelt haben. Eine andere Methode überprüft den Druckunterschied zwischen dem Mittelohr und dem äußeren Gehörgang.

Weil die Risikofaktoren und Ursachen so vielfältig sein können, bedarf es mitunter vieler Untersuchungen. Ein Hörsturz deutet mitunter auf schwerwiegendere Probleme der Gesundheit hin. Ganz wichtig ist hierbei eine vollständige Anamnese. Die individuelle Krankengeschichte des Patienten gibt häufig Aufschluss darüber, wie es zum Hörsturz gekommen ist. Dies schließt eine Beurteilung der momentan eingenommenen Medikamente mit ein.

Zu den üblichen Untersuchungen gehören:

  • Der Weber-Versuch mittels Stimmgabel
  • Tympanometrie (spezielle Sonde im Gehörgang)
  • Ton-Audiometrie (Test diverser Frequenzen zum Feststellend er Hörschwelle)
  • Blutdruckmessung
  • Prüfung des Gleichgewichtssinns
  • otoakustischen Emissionen (OAE)
  • Blutuntersuchung für Rückschlüsse auf Infektionen

In seltenen Situationen überweist der Arzt den Patienten in ein Krankenhaus, um dort eine Kernspintomografie durchzuführen. Damit soll ein Tumor im Gehirn als mögliche Ursache ausgeschlossen werden.

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Ein Hörsturz ist nicht immer leicht zu erkennen. Es bedarf mitunter verschiedener Untersuchungen, um die richtige Diagnose zu stellen.

Die Behandlung eines Hörsturzes

Allein in Deutschland erleiden etwa 150.000 Menschen einen Hörsturz2Quelle: Studie zur Hörsturz-Therapie – https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/kurzmeldungen/de/studie-zur-hoersturz-therapie.html – Abgerufen am 20.09.2022. Von einem Moment auf den anderen stimmt etwas nicht. Der erste Schreck geht mit Benommenheit einher. Doch sofort steht fest, dass es etwas zu unternehmen gilt.

Ob und wie sich ein Hörsturz behandeln lässt, gehört in professionelle Hände. Die Schwierigkeit ergibt sich aus dem Umstand, dass die konkrete Ursache bis heute nicht hinreichend erforscht werden konnte. Daher wenden Ärzte lediglich vereinzelte Therapien und Medikamente an, um die Erfolgschancen zu testen.

  • Kortisone wie Prednisolon zeigen mitunter eine gewisse Wirkung
  • Eine mehrfache Sauerstofftherapie in einer speziellen Druckkammer
  • Medikamente welche die Gefäße erweitern
  • Medikamente welche den Blutfluss begünstigen

Bislang ist jedoch kein Präparat offiziell zur Behandlung eines Hörsturzes zugelassen. Auch deshalb nicht, weil ihre Nebenwirkungen mitunter den Nutzen überwiegen. Ebenso wenig finden sich brauchbare Ansätze in der Homöopathie. Bei einem schweren und dauerhaften Hörsturz, kommt es manchmal zu einem operativen Eingriff. Hierbei setzen die Ärzte ein Cochlea-Implantat ein3(Quelle: Cochlea-Implantat – https://www.netdoktor.de/therapien/cochlea-implantat/ – Abgerufen am 20.09.2022. Dieses hilft bei der Signalübertragung von außen in das Innenohr.

Ganz gleich was versucht wird, es existieren ein paar allgemeine Tipps nach einem Hörsturz. Dazu zählen:

  • Die Vermeidung von Stress
  • Bewusste Entspannung (ruhige Spaziergänge, Meditation, Atemübungen etc.)
  • Mit dem Rauchen aufhören
  • Keine Sportart welche einen Druckausgleich verlangt (bspw. Tauchen)
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Für die Behandlung eines Hörsturzes sind nur wenige Optionen verfügbar. Bislang fehlt es an aussagekräftigen Studien zu brauchbaren Therapien und Medikamenten.

So verläuft ein Hörsturz

Ob die gewählte Behandlung von Erfolg gekrönt sein wird, lässt sich nicht pauschal beantworten. In vielen Fällen verweilt der Hörsturz nur für eine gewisse Zeit. Jedoch variiert er in seiner Ausprägung sehr und ist mitunter dauerhaft.

Mit etwas Glück betrifft der Hörsturz nur die tiefen und mittleren Töne oder die Hörminderung ist minimal. Von dort aus beginnend, klingt er entweder ab, behält seine Intensität bei oder verschlechtert sich mit der Zeit. Besonders kritisch ist der Zustand, wenn der Hörsturz den Gleichgewichtssinn beeinflusst. Eine konkrete Vorhersage wird jedoch kein seriöser Arzt treffen.

Quellen & Verweise[+]

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