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Julian Deutsch

Julian Deutsch

Julian schreibt seit Jahren über Gesundheitsthemen und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit neuen Forschungsergebnissen. Als Autor bei Gesundheitsreport möchte er seinen Lesern einen umfangreichen und informativen Einblick zu ausgewählten Themen geben und zugleich auf aktuelle Trends aufmerksam machen.

Unzählige Frauen haben in den Wechseljahren mit starken Hitzewallungen, Schlafstörungen und Zwischenblutungen zu kämpfen. Wenn der Puls in die Höhe schießt und plötzliche Hitzewallungen dafür sorgen, dass der Schweiß in Strömen den Körper herunterläuft, fühlen sich betroffene Frauen oft unwohl, erschöpft und ausgelaugt. Doch was genau steckt hinter den Symptomen?

Kurz und knapp – Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Die Menopause bezeichnet genau genommen die letzte Regelblutung der Frau
  • Die Begriffe „Wechseljahre“, „Klimakterium“ und „Menopause“ werden häufig synonym gebraucht
  • Die Wechseljahre lassen sich in vier Phasen unterteilen
  • Die Menopause beschreibt den Zeitpunkt der letzten Regel

Die Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre ziehen sich über mehrere Phasen. Sie beschreiben den Zeitraum vor und nach der letzten Periode. Dieser Lebensabschnitt lässt sich in die folgenden vier Etappen unterteilen:

Die Prämenopause

Die Prämenopause markiert den Beginn der Wechseljahre. Häufig lässt sich der Eintritt in die Wechseljahre nicht an der Menstruation ablesen, weil die Regel oft wie gewohnt auftritt, jedoch können sich bereits in dieser Phase erste Symptome bemerkbar machen. Immer wieder wird dabei der Einfluss einer abnehmenden Östrogenproduktion diskutiert. Während einige Experten befinden, dass Östrogenmangel in den Wechseljahren kurzfristige und langfristige Folgen auf den Körper haben kann, kommt eine Studie rund um Prof. Kerstin Weidner zu dem Ergebnis, dass ein sinkender Hormonspiegel nur selten für Beschwerden in den Wechseljahren verantwortlich ist1www.uniklinkum-dresden.de. [Online] 27. März 2015. https://www.uniklinikum-dresden.de/de/presse/aktuelle-medien-informationen/27-marz-2015-sinkender-hormonspiegel-selten-fur-beschwerden-in-den-wechseljahren-verantwortlich (Abgerufen am 8. Juni 2022) .

Die Perimenopause

Die Perimenopause beschreibt den Zeitraum kurz vor der letzten Periode und stellt demnach den Übergang in die Menopause dar. Im Durchschnitt treten Frauen ab einem Alter von 47 Jahren in diese Phase, die ca. 4 Jahre andauert, ein. Die Perimenopause äußert sich häufig durch anhaltende Menstruationsstörungen während der Eisprung nur noch selten auftritt. Im Verlauf der Perimenopause stellen die Eierstöcke deutlich weniger Hormone her. Neben unregelmäßigen Regelzyklen klagen Frauen während der Perimenopause oftmals über Schlafstörungen, Hitzewallungen und Erschöpfungszuständen. Andere berichten über Migräne, Änderung der Stimmung und vaginale Trockenheit. Allerdings können die Symptome individuell mitunter stark variieren. Während manche Frauen nahezu beschwerdefrei durch die gesamten Wechseljahre gehen, leiden andere über mehrere Jahre hinweg.

Die Menopause

Die Menopause beginnt mit dem Zeitpunkt der letzten Menstruation. Ab diesem Zeitpunkt ist die Frau unfruchtbar und Eisprünge kommen nicht mehr vor. Zu den typischen Beschwerden in der Menopause zählen Hitzewallungen, Trockenheit der Scheide, unregelmäßige Blutungen, Unruhe und Stimmungsschwankungen. Frauen treten in die Menopause durchschnittlich im Alter von 51 – 52 Jahren ein2www.menopause-gesellschaft.de. [Online] https://www.menopause-gesellschaft.de/themen/menopause/ (Abgerufen am 8. Juni 2022) .

Die Postmenopause

Die Postmenopause kennzeichnet die letzte Phase der Wechseljahre. Von nun an produzieren die Eierstöcke kein Östrogen mehr, jedoch pendelt sich der Hormonspiegel nach und nach wieder ein und die bekannten Symptome treten in abgeschwächter Form auf oder verschwinden komplett.

Symptome und Behandlung

Unzählige Frauen leiden in ihrer zweiten Lebenshälfte an den Beschwerden der Wechseljahre. Diese beeinträchtigen in vielen Fällen nicht nur den Körper, sondern ebenso die mentale Verfassung. Wie zeigen Ihnen nützliche Tipps, um die Symptome des Klimakteriums abzuschwächen.

Hitzewallungen

Hitzewallung zählen zu den am häufigsten auftretenden Symptomen in den Wechseljahren. Die Schübe können dabei individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Während manche Frauen nur für wenige Sekunden unter den unangenehmen Wallungen leiden, kämpfen andere oft minutenlang mit den Symptomen. In vielen Fällen zeichnen sich die Hitzewellen durch extreme Schweißausbrüche und einen steigenden Herzschlag aus. Immer wieder machen Experten darauf aufmerksam, dass bestimmte Lebensmittel, die Intensität von Hitzewallungen stark beeinflussen können. Demnach sollten betroffene Frauen ihren Kaffeekonsum beobachten, da ein erhöhter Koffeinkonsum Hitzeschübe verursachen kann3www.aerztezeitung.de. [Online] 12. September 2014. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vermehrt-Hitzewallungen-durch-Kaffee-240189.html (Abgerufen am 8. Juni 2022) . Ähnliches gilt für den Genuss von scharf gewürzten Speisen. Des Weiteren kann der Konsum von Nikotin und Alkohol Hitzewallungen begünstigen. Behalten Sie zudem Ihren Zuckerkonsum im Auge. Studien zeigen, dass Betroffene über die Ernährung Einfluss auf die Symptomatik nehmen können. Demnach senkt der Konsum von Obst, Gemüse und Ballaststoffen – bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion – Hitzewallungen um 19 Prozent 4Kroenke, Candyce H., et al. Effects of a dietary intervention and weight change on vasomotor symptoms in the Women’s Health Initiative. 2013(Abgerufen am 8. Juni 2022)

Olaf Ortmann und Claus Lattrich kommen in einer Studie über die „Therapie und Beschwerden in den Wechseljahren“ zu dem folgenden Ergebnis: „Perimenopausale Frauen berichten häufig über klimakterische Beschwerden. Konsistent werden mit der Phase der Wechseljahre Hitzewallungen und vaginale Trockenheit angegeben. Randomisierten kontrollierten Studien und nationalen und internationalen Leitlinien entsprechend ist die HT die effektivste Methode zur Behandlung von vasomotorischen Beschwerden5Ortmann, Olaf und Lattrich, Claus. Therapie von Beschwerden in den Wechseljahren. 2012.“

Übergewicht

Aufgrund der hormonellen Umstellung verbrennt der weibliche Körper in den Wechseljahren meist weniger Kalorien. Aus diesem Grund neigen viele Frauen gerade in dieser Phase zu Übergewicht. In der Folge haben diese Veränderungen oft auch einen negativen Einfluss auf die mentale Gesundheit. Wer in den Wechseljahren prinzipiell zu Übergewicht neigt, kann dem durch Sport begegnen. Im Zuge von Ausdauersporten wie Nordic Walking und Joggen verbrennt der Körper überschüssigen Pfunde und zeitgleich wird das Herz-Kreislauf-System effektiv gestärkt.

Die Menopause der Frau

Schlafstörungen

Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Symptomen in den Wechseljahren. Durch die veränderte Hormonaktivität können viele Frauen vor allem in der Perimenopause schlechter einschlafen. Darüber hinaus kann sich ein dauerhafter Schlafmangel direkt auf das mentale Wohlbefinden auswirken. Stimmungsschwankungen, Unruhe und Nervosität belasten betroffene Frauen oft über längere Zeiträume. Die Vermeidung von Giftstoffen wie Alkohol und Nikotin kann die Schlafqualität hingegen positiv beeinflussen. Zudem raten Experten dazu, die Schlafräume in regelmäßigen Abständen zu lüften. Gemeinhin wird eine Raumtemperatur von ca. 18 °C empfohlen.

Zwischenblutungen

Schmier- und Zwischenblutungen gehören ebenfalls zu den häufigsten Folgen eines sinkenden Östrogenspiegels und einer niedrigen Progesteronproduktion. Weil beide Hormone den Zyklus beeinflussen, kommt es in den Wechseljahren oftmals zu unregelmäßigen Blutungen. Diese können schwächer, stärker, kürzer oder länger ausfallen.

Scheidentrockenheit

In vielen Fällen hängt vaginale Trockenheit direkt mit einem sinkenden Östrogenspiegel, der mit Veränderungen des Gewebes einhergehen kann, zusammen. Da die Symptomatik für viele Frauen ein unangenehmes und zudem sehr intimes Thema darstellt, kann sich dies schnell auf das Sexleben oder die Psyche niederschlagen. Die gute Nachricht: Scheidentrockenheit lässt sich heutzutage gut beheben. Mithilfe von speziellen Präparaten und Hormontherapien kann der Östrogenspiegel ansteigen, jedoch sollten Betroffene zunächst ein abklärendes Gespräch mit dem Arzt führen, um sich über mögliche Nebenwirkungen zu informieren.

Quellen & Verweise[+]

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