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Julian Deutsch

Julian Deutsch

Julian schreibt seit Jahren über Gesundheitsthemen und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit neuen Forschungsergebnissen. Als Autor bei Gesundheitsreport möchte er seinen Lesern einen umfangreichen und informativen Einblick zu ausgewählten Themen geben und zugleich auf aktuelle Trends aufmerksam machen.

Ekzeme zählen zu den häufigsten Hauterkrankungen überhaupt. Doch was sind die Auslöser für die „Juckflechte“ und wie können wir auftretende Entzündungen frühzeitig erkennen und in Schach halten?

  • Ekzeme werden auch als „Juckflechte“ und „Dermatitis“ bezeichnet
  • Ekzeme können verschiedene Ursachen haben
  • Im Hinblick auf die Ursache differenziert man zwischen inneren und äußeren Einflüssen
  • Beinahe jeder Mensch erkrankt in seinem Leben mindestens einmal an einem Ekzem
  • Ekzeme sind nicht ansteckend

Ekzeme – Was ist das überhaupt?

Entzündliche Hautveränderungen werden in vielen Fällen unter dem Begriff „Ekzem“ zusammengefasst. Synonym dazu wird häufig von einer „Dermatitis“ oder „Juckflechte“ gesprochen. Die oberflächlichen Hautentzündungen können sich durch ein Jucken, eine Rötung oder Nässen der betroffenen Hautstelle äußern. Beinahe jeder Mensch ist in seinem Leben mindestens einmal von einem Ekzem betroffen. Diese Form von Entzündungen tritt oftmals schon im Kindesalter auf. Aus einem RKI-Report geht hervor, dass hierzulande in etwa 7 Prozent der Kinder und Jugendlichen an Neurodermitis leiden1RKI https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Kiggs/Basiserhebung/GPA_Daten/AllergErkr.pdf?__blob=publicationFile – Abgerufen am 01.11.2022.

Welche Formen von Ekzemen gibt es?

Ekzeme können in unterschiedlichen Formen auftreten und verschiedene Ursachen haben. Um den Sammelbegriff „Ekzem“ aufzugliedern, wird zunächst zwischen exogenen und endogenen Ekzemen differenziert. Bei exogenen Ekzemen handelt es sich um sogenannte „Kontaktekzeme“, die von äußeren Einflüssen hervorgerufen werden. Weiter wird hierbei zwischen allergischen Auslösern (z. B.: Kontaktallergie gegenüber Metall) und nicht-allergischen Auslösern (z. B.: Chemikalien) unterschieden. In diesem Fall tritt das Ekzem an der Hautstelle, die mit dem nicht-allergischen Auslöser in Berührung gekommen ist, auf. Ein endogenes Ekzem wird dagegen durch innere Einflüsse ausgelöst. Demnach stellt eine genetische Veranlagung eine der häufigsten Ursachen für das Auftreten endogener Ekzeme dar. Diese Form von Ekzemen wird auch als „atopisches Ekzem“ oder „Neurodermitis“ bezeichnet und tritt oft schon im Kindesalter auf.

Akutes und chronisches Ekzem

Unter einem akuten Ekzem versteht man auftretende Hautveränderungen, die einmalig auftreten und in der Folge abheilen. Juckreiz, Nässen und Bläschen zählen zu den häufigsten Symptomen. Im Gegensatz dazu beschreibt das chronische Ekzem eine sich wiederholende Entzündung, die nicht vollständig ausheilt und über einen längeren Zeitraum auftritt. Ein dauerhafter Allergenkontakt kann als mögliche Ursache in Frage kommen.

Seborrhoisches Ekzem

Bei einem seborrhoischen Ekzem handelt es sich um eine nicht ansteckende Entzündung der Haut, bei der Betroffene häufig über Schuppen am Kopf oder im Gesicht klagen. Die Schuppen, die die entzündete Haut bedecken, sind dabei meist fettig und gelblich. Vor allem im Kopfbereich kann seborrhoische Dermatitis mitunter starken Juckreiz auslösen. In einigen Fällen tritt das seborrhoische Ekzem auch auf der Brust, an den Armen oder Beinen, dem Rücken oder im Genitalbereich auf.

Neurodermitis

Aus dem RKI-Report „Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ geht hervor, dass rund 7 Prozent der 0- bis 17-Jährigen an Neurodermitis leiden2Robert Koch Institut Gesundheitsmonitoring – https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Kiggs/Basiserhebung/GPA_Daten/AllergErkr.pdf?__blob=publicationFile – Abgerufen am 20.11.2022. Die chronische Hauterkrankung äußert sich oft durch starken Juckreiz und Hautausschlag. Besonders häufig tritt Neurodermitis an den Armbeugen und Kniekehlen auf, jedoch können auch andere Körperregionen wie der Rücken, die Wangen und der Nacken betroffen sein. Im Zuge des akuten Ausschlags kommt es zu starken Rötungen in Kombination mit Juckreiz. An den betroffenen Hautstellen können nässende Bläschen entstehen. Menschen mit Neurodermitis erleben die Erkrankung meist in Schüben. Mit dem steigenden Alter verbessern sich die Symptome häufig und verschwinden in vielen Fällen sogar gänzlich.

Die Ursachen für Neurodermitis

Die Ursachen für die Entstehung von Neurodermitis sind vielfältig und bis heute nicht abschließend geklärt. Studien zeigen, dass die erbliche Veranlagung hierbei von großer Bedeutung ist. Demnach leiden Kinder, deren Elternteile atopische Erkrankungen haben, deutlich öfter an Neurodermitis. Zudem gehen Experten davon aus, dass eine gestörte Barrierefunktion der Haut und ein Immunsystem, das übermäßig auf Umweltreize reagiert, die Entstehung von Neurodermitis begünstigen. Das Universitätsspital Zürich erklärt in diesem Zusammenhang: „Eine besondere Rolle spielt bei vielen Patientinnen und Patienten ein Gen, das sich so verändert hat, dass es die Produktion eines bestimmten Proteins (Eiweiss) hemmt. Dieses Protein mit dem Namen Filaggrin ist an der Verhornung von Hautzellen beteiligt und reguliert die Zusammensetzung der Hautfette3Universitätsspital Zürich – https://www.usz.ch/krankheit/neurodermitis/#ursachen-und-risikofaktoren – Abgerufen am 20.11.2022.“

Behandlung von Neurodermitis

Ekzem - Ursachen, Symptome und Behandlung

Die chronisch entzündliche Hauterkrankung ist nicht heilbar, jedoch gibt es verschiedene Behandlungsmethoden, um die Hautkrankheit in Schach zu halten. Hierzu zählt zunächst die Vermeidung von auslösenden Faktoren. Einen wichtigen Behandlungsansatz stellt die passende Haut- und Basispflege dar, um die Schutzfunktion der Haut zu verbessern. Hierbei kommen in der Praxis meist feuchtigkeitsspendende und rückfettende Cremes zu Einsatz. Je nach Ausprägung der Neurodermitis und dem jeweiligen Hautzustand empfehlen Ärzte, welche Cremes, und Salben verwendet werden sollten. Eine weitere wichtige Säule stellt die Behandlung des Juckreizes dar. Kortisonhaltige Salben und Präparate können in der kurzfristigen Neurodermitisbehandlung eingesetzt werden, um eine Überreaktion des Immunsystems zu unterdrücken. Allerdings werden diese aufgrund ihrer Nebenwirkung häufig abgelehnt.

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Die Schichten unserer Haut

Epidermis: Bei der Epidermis handelt es sich um die oberste Epithelschicht, die sogenannte Oberhaut. Sie gliedert sich in eine Hornschicht, eine Glanzschicht (nur bedingt), eine Körnerzellenschicht, eine Stachelzellschicht und eine Basalschicht. Der größte Teil der Oberhaut macht die Hornschicht aus, die sich in etwa alle 20 bis 30 Tage erneuert. Die äußere Hornschicht besteht aus abgestorbenen Zellen und Korneozyten, die bereits auf dem Weg zur Hautoberfläche absterben und dort eine wichtige Schutzbarriere bilden. Die darunterliegende Keimschicht setzt sich aus Stachelzellen- und Basalschicht. Diese Schicht wird aus lebenden Zellen gebildet, die nach und nach an die Oberfläche wandern. Die Basalschicht besteht unter anderem aus Melanozyten und dem Pigment Melanin, das für die Hautfarbe und Bräunung verantwortlich ist.

Dermis: Als „Dermis“ wird die Mittelschicht unserer Haut bezeichnet, welche aus einer oberen Schicht (Stratum papillare) und einer unteren Schicht (Stratum reticulare) besteht. Die Dermis ist elastisch und übernimmt eine entscheidende Rolle bei der Heilung. Zudem stellt sie eine wichtige „Barriere“ dar. Ihre Blutgefäße versorgen die Oberhaut mit Nährstoffen.

Subcutis: Bei der Subcutis (oder auch Hypodermis) handelt es sich um die Unterhaut. Sie stellt die innerste Hautschicht dar und dient als Isolation für den menschlichen Körper. In der Subcutis speichern die Fettzellen Energie.

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