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Marvin Gerste

Marvin Gerste

Marvin begeistert sich seit vielen Jahren für alles rund um die Gesunderhaltung. Er hat sich dabei auf gesunde Ernährung, Prävention sowie Wasserfiltersysteme spezialisiert.

Passend dazu betreibt er seit 2013 einen YouTube-Kanal sowie persönlichen Blog rund um die Themen Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden.

Ein Neugeborenes hat mit so mancher Herausforderung zu kämpfen. Insbesondere seine Verdauung muss sich erst regulieren. Denn in Mamas Bauch lief alles anders. Nun gibt es plötzlich Muttermilch und äußere Einflüsse kommen hinzu. Neben Durchfall kommt es bei Babys häufig zu Verstopfung. Diese können sehr schmerzhaft sein und als frischgebackene Eltern möchte man natürlich sofort helfen. Dieser Ratgeber hält einige Tipps parat, wie dies möglichst schonend gelingt.

Wann hat ein Baby Verstopfung?

Doch zunächst wollen wir klären, wann bei einem Baby überhaupt eine Verstopfung vorliegt. Einen Großteil der aufgenommenen Kalorien legt sein Körper im Wachstum an. Im Gegensatz zu einem Erwachsenen, kann der Stuhlgang bis zu zehn Tage ausbleiben1Quelle: Hat Ihr Baby Verstopfung? – https://www.lefax.de/babys-und-kinder/verstopfung – Abgerufen am 11.08.2022. Solange der Nachwuchs ansonsten beschwerdefrei bleibt und nicht durchgehend schreit, ist dies meistens noch kein Grund zur Besorgnis.

Sollte jedoch bestimmte Symptome auftreten, kann eine Verstopfung schon nach weniger als zehn Tagen vorliegen. Dazu zählen:

  • Starke Unruhe und Schlafbeschwerden
  • Übelkeit & Erbrechen
  • Blähungen
  • Ständiges Schreien (als mögliches Zeichen für akute Bauchschmerzen)
  • Blut im Stuhl
  • Verlust des Appetits
  • Schwäche, durchgehende Müdigkeit
  • Eingerissenes Poloch (Analfissur)

Bei einem dieser Symptome in Verbindung mit ausbleibendem Stuhlgang, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden.

Was die Farbe des Stuhlgangs eines Babys aussagt

Nicht wenige Eltern bringen die Farbe des Stuhlgangs mit Verstopfung in Verbindung. Doch wie erwähnt, läuft bei Babys alles etwas anders ab. Die Verdauung wird sich unter normalen Umständen erst nach einigen Wochen halbwegs normalisieren.

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Gestillte Kinder haben seltener Stuhlgang als jene die mit Milchpulver gefüttert werden.

Die Farbe und Konsistenz können von Tag zu Tag variieren. In den meisten Fällen ist dies kein Grund zur Besorgnis:

  • Schwarz-grüner Stuhl von sehr fester Konsistenz kurz nach der Geburt ist normal. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Fruchtwasser sowie abgestorbenen Bestandteilen der Schleimhaut. Die Medizin spricht vom Kindspech bzw. Mekonium2Quelle: Kindspech (Mekonium) – https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/nach-der-geburt/das-wochenbett-von-a-bis-z/das-kind-im-wochenbett/kindspech-mekonium/ – Abgerufen am 11.08.2022.
  • Danach ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich der Stuhl gelb, orange oder grünlich färbt. Der Stuhl von gestillten Babys tendiert dazu breiig, teilweise schleimig und/oder mit Stückchen zu sein.
  • Flaschenkinder neigen eher zu festem Stuhlgang mit leichtem Braunton.
  • Mit der Zugabe von Beikost sollte der Stuhl nach und nach eine dunklere Farbe erhalten und zudem fester werden.

Was hilft gegen Verstopfung bei Babys?

Wenn die Anzeichen nun doch auf eine Verstopfung hindeuten, ist in erster Linie Rücksprache mit dem Kinderarzt zu halten. Darüber hinaus können Mama und Papa ein paar schonende Hausmittel und Techniken ausprobieren. Damit der Stuhlgang möglichst bald in geregelten Bahnen verläuft.

Sanfte Bauchmassage fürs Baby

Verstopfung beim Baby schonend behandeln

Statt gleich zum Kinderarzt zu fahren oder ein Abführmittel anzuwenden, genügt oftmals schon eine Bauchmassage. Diese benötigt nur 5 bis 15 Minuten. Doch bitte nicht einfach drauf los drücken, sondern zunächst Körperkontakt aufbauen. Bspw. über eine Massage der Hände und Arme.

Am Bauch sind nur streichende Bewegungen mit minimalem Druck erwünscht. Ein paarmal entlang der Wirbelsäule und dann einige Streichungen quer zum Bauchnabel. Auch kreisende Bewegungen mit warmen Händen sind möglich.

Wichtig: Eine Bauchmassage ist keine Option, falls das Baby frisch operiert oder krank ist. Auch während bestehender Entzündungen sind Massagen tabu3Quelle: Bauchmassage mit Anleitung und Tipps – https://www.netdoktor.de/therapien/bauchmassage/ – Abgerufen am 12.08.2022.

Zusätzliche Flüssigkeit geben

Ob über die Muttermilch oder Flasche: Nicht immer genügt die Flüssigkeitszufuhr darüber. Dies kann zu sehr hartem Stuhl und Verstopfung führen. Etwas extra Wasser oder auch ein ungesüßter Tee in der Trinkflasche kann hier ein kleines Wunder bewirken. Allerdings erst nach dem Stillen bzw. zwischendurch, da es kein Ersatz für eine Mahlzeit sein soll.

Auf die Beikost achten

Sobald mit der Beikost begonnen wird, stehen gern weiches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Manches davon begünstigt Verstopfungen, wie bspw. Bananen, Reis, Weißmehlprodukte (Brötchen etc.), Kakao, Möhren4Quelle: Abführendes Obst beim Baby – https://babyled-weaning.de/ratgeber/abfuehrendes-obst-beim-baby-hilfe-bei-verstopfung/ – Abgerufen am 12.08.2022.

Abführendes Obst geben

Stattdessen kann es helfen, bestimmte Obstsorten in kleinen Mengen zu geben. Auch dies soll kein Ersatz für eine der Hauptmahlzeiten des Babys sein. Es ist zudem auf den Fruchtzuckergehalt zu achten. Eltern können Birne, Aprikose, Pfirsich, geschälten Apfel oder Pflaumen zum Naschen geben.

Kümmeltee

Kümmel ist nicht nur in der Lage den Appetit anzuregen. Er kann ebenso die Verdauung fördern und bestehende Verstopfungen lösen. Zeitgleich wirkt er gegen schmerzhafte Blähungen. Dahinter steckt eine geförderte Durchblutung der Magen-Darm-Schleimhaut5Quelle: Kümmel gegen Verdauungsbeschwerden – https://www.mylife.de/heilpflanzen/kuemmel/#welche-wirkung-hat-kuemmel – Abgerufen am 12.08.2022. Außerdem steigert er den Gallenfluss, um die aufgenommene Nahrung besser zu zerkleinern. Als nettes Extra bekämpft Kümmel zudem Pilze und Mikroorganismen. Er wird also auch wegen seiner antimikrobiellen sowie antimykotischen Wirkungsweise gern getrunken.

Fencheltee

Falls der Geschmack von Kümmeltee dem Nachwuchs nicht zusagt, lässt sich mit Fencheltee eine ähnlich gute Wirkung erzielen. Er ist also ein gutes Mittel gegen Blähungen, Bauchschmerzen sowie Verstopfungen. Möglich macht dies das enthaltene Fenchon, welches die Produktion der Verdauungssäfte anregt6Quelle: Täglich Fencheltee trinken – https://www.fuersie.de/gesundheit/diese-6-dinge-passieren-wenn-sie-taeglich-fencheltee-trinken-7938.html – Abgerufen am 12.08.2022.

Probiotische Lebensmittel

Im Darm leben unzählige Bakterien und die möchten ernährt werden. Sie regulieren dafür die Verdauung sowie Aufnahme von essentiellen Nährstoffen und Vitaminen. Joghurt oder Kefir gelten als probiotisch und sind gut für die Darmflora. Wer auf Kuhmilch für sein Baby verzichten möchte, findet alternativen Joghurt im Kühlregal. Kokos oder Mandeln können ebenso die Grundlage bilden.

Mehr Ballaststoffe zuführen

Die erste Pommes darf bei Babys gern auf sich warten lassen. Fast Food gilt es generell zu vermeiden und insbesondere bei einer Verstopfung. Als Beikost kommen jetzt vor allem Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen in Frage. Gekochter Hafer, Broccoli oder Blumenkohl zum Beispiel. Sellerie oder Fenchel als Alternativen, natürlich ebenso gekocht. Vollkornbrot sowie Haferkleie sind auch reich an Ballaststoffen.

Sie dienen den guten Darmbakterien als Nahrung. Welche sich dahingehend bedanken, die wertvollen Nährstoffe aufzuspalten und dem Stoffwechsel zuzuführen. Ballaststoffen quellen sehr stark. Weshalb dazu ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden muss. An heißen Tagen umso mehr.

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Eltern können sehr viel versuchen, um die Verstopfung ihres Babys auf schonende Weise zu lösen. Nur sollte nicht alles auf einmal probiert werden. Es gilt ein paar Stunden oder auch einen ganzen Tag abzuwarten, ob sich eine Erleichterung beim Stuhlgang ergeben hat.

Häufige Ursachen für Verstopfung beim Baby vermeiden

Die Probleme haben sich aufgelöst, der Stuhlgang kommt jetzt wieder regelmäßig? Dann soll es dabei bleiben und mit ein paar Tipps stehen die Chancen dafür gut.

  • Die Ernährung ist nicht auf die Verdauung des Babys abgestimmt. Es wird zu viel von allem gegeben oder zu wenig Ballaststoffe.
  • Das Kind bekommt zu wenig zu trinken. Eine Flasche mit Wasser oder ungesüßten Tee sollte stets griffbereit stehen. Insbesondere an heißen Tagen wo viel geschwitzt wird.
  • Ungewöhnliche Speisen und Gewürze können eine Verstopfung als Reaktion auslösen.
  • Medikamente, allen voran Antibiotika, bringen den Darm schnell durcheinander.
  • Es kann sich um eine Milchunverträglichkeit handeln. Entweder durch das gegebene Milchpulver oder weil Käse probiert wurde.

Dennoch lässt sich so manche Verstopfung vermutlich nicht verhindern. Viele Eltern berichten bspw. nach dem Beginn der Beikost davon. Dies ist nicht ungewöhnlich, weil die Verdauung nun neue Zutaten kennenlernt. Manche Babys reagieren darauf mit Durchfall, andere mit einer kurzzeitigen Verstopfung. Dann helfen die oben aufgeführten Tipps einmal mehr, um Abhilfe zu schaffen.

Quellen & Verweise[+]

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